Ein Baujahr, viele reale Zustände

Ein Haus von 1968 kann noch den ursprünglichen Wärmeschutz besitzen oder bereits neue Fenster, Dach- und Fassadendämmung erhalten haben. Verbrauch, Bauteilaufbau und Heizkurve sind deshalb aussagekräftiger als eine pauschale Baujahresklasse.

Besonders wichtig ist, ob frühere Einzelmaßnahmen zusammenpassen. Neue dichte Fenster ohne abgestimmtes Lüftungskonzept verändern beispielsweise Feuchte- und Komfortbedingungen.

  • Jahr und Umfang jeder Sanierung
  • Verbrauch vor und nach Maßnahmen
  • Bauteile mit sichtbaren Schäden

Wärmeverteilung vollständig erfassen

In dieser Altersklasse finden sich große Heizkörper, Nischen, ältere Ventile und verschiedene Rohrsysteme. Ein Einrohrsystem reagiert anders auf Eingriffe als eine moderne Zweirohrverteilung und darf nicht mit Standardannahmen geplant werden.

Der Fachbetrieb sollte Heizflächen, Ventile, Pumpen, Stränge und erreichbare Volumenströme aufnehmen. Erst danach ist klar, welche Temperatur realistisch ist.

Bei unbekanntem Rohrsystem gehört die hydraulische Bestandsaufnahme vor die Geräteauswahl.