So führen Sie einen Wintertest durch.
Ein Wintertest kann zeigen, ob das Haus mit einer niedrigeren Heizwassertemperatur komfortabel bleibt. Wählen Sie eine kalte Phase, heizen Sie möglichst gleichmäßig und dokumentieren Sie Außen-, Vorlauf- und Raumtemperaturen. Ändern Sie nicht mehrere Einstellungen gleichzeitig.
Öffnen Sie die Thermostatventile in den Testräumen ausreichend und senken Sie die Heizkurve schrittweise. Bleibt nur ein Raum zu kühl, ist das ein Hinweis auf Heizfläche, Durchfluss oder Gebäudehülle dieses Raums – nicht automatisch auf ein ungeeignetes Gesamtsystem.
Der Test liefert eine Bestandsaufnahme. Für die Dimensionierung braucht es trotzdem Heizlast, Heizflächenleistung und Herstellerdaten am geplanten Betriebspunkt.
Was ein gutes oder offenes Signal bedeutet.
Viele grüne Signale erleichtern die Planung. Gelbe oder rote Punkte sind zunächst Hinweise, genauer hinzusehen – nicht automatisch Ausschlusskriterien.
- Alle Räume werden mit moderater Heizkurve warm
- Heizlast und Heizflächen sind raumweise dokumentiert
- Einzelne Räume brauchen deutlich mehr Temperatur
- Verbrauch oder Warmwasseranteil sind unbekannt
- Außeneinheit liegt nah an Fenstern oder Grenzen
- Rohrnetz, Zählerplatz oder Netzanschluss sind ungeklärt
Diese Nachweise gehören auf den Tisch.
Ein belastbares Angebot sollte nicht nur eine Modellbezeichnung und einen Gesamtpreis enthalten. Bitten Sie um nachvollziehbare Planungsgrundlagen und prüfen Sie, welche Leistungen tatsächlich enthalten sind.
- Gebäude- und möglichst raumweise Heizlast
- Auslegungs-Vorlauf und -Rücklauf
- Heizkörperprüfung für kritische Räume
- Leistung und Effizienz am Auslegungspunkt
- Hydraulikschema und Regelungskonzept
- Schall-, Elektro- und Genehmigungsprüfung
