Wärmebedarf bestimmen
Am besten mit bereinigtem Verbrauch, Heizlast oder belastbarer Planung. Alte Öl- oder Gasverbräuche enthalten Verluste und müssen sauber eingeordnet werden.
Stromverbrauch · JAZ · Kosten · 2026
Die wichtigste Formel ist einfach: Jahreswärmebedarf ÷ Jahresarbeitszahl = Strombedarf. Die Wohnfläche allein reicht nicht. Rechnen Sie deshalb mit Ihrem Gebäude statt mit pauschalen Durchschnittswerten.
Schnelle Antwort
Am besten mit bereinigtem Verbrauch, Heizlast oder belastbarer Planung. Alte Öl- oder Gasverbräuche enthalten Verluste und müssen sauber eingeordnet werden.
14.000 kWh Wärme ÷ JAZ 3,5 ergeben rechnerisch rund 4.000 kWh Strom pro Jahr.
Verdichter, Heizstab, Pumpen, Regelung und Warmwasser müssen bei Messung und Vergleich gleich definiert sein.
Die belastbarste einfache Näherung für den Jahresstrombedarf.
Die JAZ beschreibt den Jahresbetrieb, nicht nur einen Laborpunkt.
Dämmung, Vorlauf, Warmwasser und Klima verändern den Bedarf stark.
100, 150 oder 200 m²?
Die Beispiele sind bewusst keine „typischen Verbrauchswerte“. Sie zeigen nur, wie stark das Ergebnis vom Wärmebedarf und von der JAZ abhängt.
Was treibt den Verbrauch?
Je größer der Temperaturhub zwischen Wärmequelle und Heizsystem, desto anspruchsvoller wird der Betrieb.
Dämmung, Fenster, Lüftung und Heizflächen bestimmen, wie viel Wärme das Haus tatsächlich braucht.
Luft, Erdreich und Grundwasser liefern im Winter unterschiedliche Quelltemperaturen und beeinflussen die Effizienz.
Personenzahl, Speichertemperatur und Zirkulation können einen spürbaren Anteil am Jahresstrom ausmachen.
Ein häufig oder lange laufender elektrischer Heizstab erhöht den Strombedarf direkt und sollte bei Auffälligkeiten geprüft werden.
Heizkurve, Volumenstrom, Hydraulik und unnötige Starts beeinflussen den realen Betrieb stärker als ein Prospektwert.
Wärmemenge und Strom aus demselben Zeitraum vergleichen. Eine JAZ ist nur belastbar, wenn die Messgrenze konsistent ist.
Betriebscheck öffnen →Wer den Wärmebedarf nicht kennt, sollte ihn vor einer Verbrauchsprognose besser eingrenzen.
Heizlast-Check öffnen →Heizkörper und Vorlauftemperatur beeinflussen die Effizienz. Gerade im Bestand lohnt sich die technische Prüfung.
Heizflächen-Check öffnen →Häufig gesucht
Das lässt sich nicht seriös nur aus der Wohnfläche ableiten. Entscheidend sind der tatsächliche Wärmebedarf des Gebäudes und die Jahresarbeitszahl (JAZ). Als einfache Näherung gilt: Wärmebedarf in kWh geteilt durch JAZ ergibt den Strombedarf der Wärmepumpe.
Beispiel: Benötigt das Gebäude 14.000 kWh Wärme pro Jahr und erreicht die Anlage eine JAZ von 3,5, ergibt sich rechnerisch ein Strombedarf von rund 4.000 kWh pro Jahr. Warmwasser, Heizstab und Hilfsenergie müssen zur gewählten Systemgrenze passen.
Die Quadratmeterzahl allein reicht nicht. Ein gut saniertes Haus kann pro Quadratmeter deutlich weniger Wärme benötigen als ein unsaniertes Gebäude. Für eine brauchbare Abschätzung müssen Fläche, spezifischer Wärmebedarf und JAZ gemeinsam betrachtet werden.
Im Winter ist der Heizwärmebedarf höher. Bei Luft/Wasser-Wärmepumpen sinkt zudem mit fallender Außentemperatur häufig die Effizienz, weil der Temperaturhub größer wird und Abtauvorgänge hinzukommen können.
Ein einzelner Monatswert ist noch kein Beweis für einen Fehler. Auffällig wird es, wenn der Verbrauch wiederholt deutlich über dem witterungs- und nutzungsbereinigten Planwert liegt. Dann sollten unter anderem Heizkurve, Vorlauftemperatur, Heizstab, Taktung und Messgrenze geprüft werden.
Für den realen Jahresverbrauch ist die JAZ aussagekräftiger. Der COP beschreibt einen einzelnen Prüfpunkt; die JAZ betrachtet die abgegebene Wärmemenge im Verhältnis zum eingesetzten Strom über einen längeren Zeitraum.
Quellen & Einordnung