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Windkraft · Deutschland

Windenergie 2025: mehr installierte Leistung trotz schwachem Windjahr

Ein windschwaches Jahr kann die Erzeugung drücken, obwohl neue Anlagen ans Netz gehen. Genau deshalb müssen Leistung und tatsächlich produzierte Energie getrennt gelesen werden.

Mehrere Windkraftanlagen in einer hügeligen Landschaft bei tief stehender Sonne
Der Jahresertrag eines Windparks hängt neben der installierten Leistung stark vom tatsächlichen Windangebot ab.
ca. 136 TWh
Windstrom 2025
+4,4 GW
Netto-Zubau 2025
>77 GW
installierte Windleistung
Veröffentlicht: 30.08.2026Lesezeit: 6 Min.
Fachlich eingeordnet vonMartin Kania

Heizungsmonteur & Sanitärinstallateur · über 30 Jahre Praxis · aktualisiert 30.08.2026

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Kurz eingeordnet

Drei Punkte
ohne Schlagzeilenlärm.

  1. 01Installierte Leistung und Jahreserzeugung sind nicht dasselbe.
  2. 02Wind liefert ein anderes saisonales Profil als Photovoltaik und ist für die Winterversorgung besonders relevant.
  3. 03Eine kleine Windanlage am Haus ist nicht mit einem professionellen Windpark vergleichbar.

Mehr Anlagen, aber weniger Wind

Das Umweltbundesamt bezifferte die Windstromerzeugung 2025 auf rund 136 TWh. Wegen historisch windschwacher Monate im ersten Halbjahr lag sie etwa zwei Prozent unter dem Vorjahr. Gleichzeitig wurden netto ungefähr 4,4 GW neue Windleistung zugebaut und damit deutlich mehr als 2024.

Der scheinbare Widerspruch löst sich auf, wenn Wetter und Anlagenbestand getrennt betrachtet werden. Neue Leistung verbessert das Potenzial für künftige Jahre, garantiert aber keinen identischen Ertrag in jedem Kalenderjahr.

Warum Wind für elektrische Wärme wichtig ist

Windenergie liefert häufig auch im Winterhalbjahr große Strommengen und ergänzt damit Photovoltaik. Für Wärmepumpen ist das systemisch wichtig, weil ihr Bedarf in kalten Monaten steigt. Ein einzelner Haushalt bezieht jedoch weiterhin den jeweiligen Netzstrommix und keinen physisch reservierten Windstrom.

Dynamische Tarife und steuerbare Verbraucher können günstige oder erneuerbare Stunden besser nutzen. Die Heizungsanlage muss dabei Komfort, Gebäudeträgheit und technische Grenzen respektieren.

Großanlage und Kleinwind nicht verwechseln

Professionelle Windparks stehen an vermessenen Standorten mit großen Nabenhöhen. Eine Kleinwindanlage im Wohnumfeld arbeitet unter völlig anderen Bedingungen: Gebäude, Bäume, Turbulenzen, Genehmigung und Schall können den Ertrag stark begrenzen.

Vor einer Kleinwind-Investition steht eine standortbezogene Windmessung oder belastbare Ertragsanalyse – keine Hochrechnung aus der Nennleistung.

Originalquellen

Zahl und Aussage
selbst prüfen.

Umweltbundesamt – Erneuerbare Stromerzeugung 2025Umweltbundesamt – Erneuerbare und konventionelle Stromerzeugung