Der Standort ist wichtiger als die Nennleistung
Windleistung reagiert sehr stark auf die Windgeschwindigkeit. Kleine Abweichungen in der Annahme können deshalb große Unterschiede in der Ertragsprognose verursachen. Eine regionale Windkarte ist nur der Anfang, nicht der Nachweis für einen Mast hinter dem Haus.
Gebäude, Baumreihen, Geländekanten und Nachbarbebauung verändern die Strömung. Relevant ist der Wind am vorgesehenen Rotorstandort und in der geplanten Nabenhöhe.
- Standort und Hauptwindrichtung aufnehmen
- Winddaten auf Nabenhöhe bewerten
- Leistungskurve und Verluste offenlegen
Genehmigung, Schall und Sicherheit zuerst
Die Anforderungen unterscheiden sich nach Land, Bundesland oder Kanton, Anlagenhöhe und Standort. Vor einem Kauf müssen Bauamt oder Gemeinde, Netzbetreiber und gegebenenfalls weitere Fachstellen einbezogen werden.
Zum technischen Konzept gehören Schall, Schatten, Standsicherheit, Eiswurf, Wartungszugang, Abschaltung und Rückbau. Herstellerangaben sollten durch standortbezogene Annahmen ergänzt werden.
Eine pauschale Aussage wie ‚genehmigungsfrei‘ ist für ein DACH-Projekt keine belastbare Planungsgrundlage.
Wind und Photovoltaik können sich ergänzen
An einem guten Standort kann Wind ein anderes Tages- und Saisonprofil liefern als Photovoltaik. Ob daraus ein sinnvolleres Gesamtsystem entsteht, zeigt erst eine gemeinsame zeitliche Simulation.
Für Wohngebäude bleibt Photovoltaik meist einfacher zu prognostizieren und zu installieren. Kleinwind sollte deshalb nicht als Standardergänzung, sondern als standortabhängige Option geprüft werden.
