Was die Halbjahreszahl tatsächlich sagt
Nach Angaben des Umweltbundesamtes wurden von Januar bis Juni 2026 rund 153 TWh Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt. Das waren etwa sechs Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2025. Ein wichtiger Grund: Die Windverhältnisse lagen wieder näher am langjährigen Mittel, nachdem das erste Halbjahr 2025 außergewöhnlich windarm gewesen war.
Die Zahl beschreibt die gesamte Stromerzeugung, nicht den Strommix eines einzelnen Haushalts. Für Gebäude zählt zusätzlich, wann Strom verfügbar ist, wie hoch die Netzlast ist und zu welchen Bedingungen bezogen oder eingespeist wird.
Warum das für Wärme relevant ist
Wärmepumpen koppeln den Strom- und Wärmesektor. Sie können aus einer Kilowattstunde Strom mehrere Kilowattstunden Wärme bereitstellen, benötigen im Winter aber gerade dann viel Energie, wenn Photovoltaik weniger liefert. Windstrom ergänzt das saisonale Profil, ohne eine garantierte Versorgung für jedes Gebäude zu schaffen.
Ein sinnvoller Plan trennt deshalb drei Ebenen: die Effizienz der Anlage im Gebäude, den eigenen Solarstrom und den verbleibenden Netzbezug. Erst danach lässt sich beurteilen, ob Batteriespeicher, Wärmespeicher oder ein flexibler Tarif einen echten Zusatznutzen bringen.
- Gebäudeeffizienz zuerst
- Erzeugung und Verbrauch stündlich denken
- Speicher nach Aufgabe dimensionieren
Worauf wir im zweiten Halbjahr schauen
Für eine belastbare Jahresbilanz müssen Wintermonate, Anlagenzubau und mögliche Abregelungen hinzukommen. Wir aktualisieren den Beitrag, sobald die amtliche Jahresauswertung vorliegt, und kennzeichnen dabei klar den verwendeten Datenstand.
Zwischenstand ist nicht Jahresprognose: Wetterbedingte Ausschläge gehören bei Wind und Solar zur Einordnung dazu.
