Kurz erklärt · ausführlich vertieft

Zehn Fragen,
zehn klare Antworten.

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01Funktioniert eine Wärmepumpe auch im Altbau?+

Ja, wenn Heizlast, Heizflächen und Systemtemperatur zusammenpassen. Das Baujahr allein ist kein Ausschlusskriterium. Besonders hilfreich sind eine raumweise Heizlastberechnung und ein Wintertest mit abgesenkter Vorlauftemperatur.

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02Muss ich alle Heizkörper austauschen?+

Nein. Ausreichend große Plattenheizkörper können mit einer Wärmepumpe gut funktionieren. Häufig müssen nur einzelne unterdimensionierte Heizkörper vergrößert oder durch Niedertemperaturmodelle ersetzt werden.

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03Braucht eine Wärmepumpe immer eine Fußbodenheizung?+

Nein. Eine Fußbodenheizung ist wegen ihrer großen Fläche günstig, aber keine Voraussetzung. Entscheidend ist, ob die vorhandenen Heizflächen die Räume bei möglichst niedriger Vorlauftemperatur warm halten.

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04Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe?+

Als erste Rechnung wird der jährliche Wärmebedarf durch die erwartete Jahresarbeitszahl geteilt. 20.000 kWh Wärme bei einer JAZ von 4 ergeben rechnerisch rund 5.000 kWh Strom. Gebäude, Warmwasser und Betriebsweise verändern den Wert.

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05Was ist der Unterschied zwischen COP und JAZ?+

Der COP ist ein Prüfwert an einem festgelegten Betriebspunkt. Die Jahresarbeitszahl beschreibt das Verhältnis von abgegebener Wärme zu eingesetztem Strom über einen längeren realen Zeitraum und ist für den Betrieb im eigenen Haus aussagekräftiger.

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06Kann Photovoltaik die Wärmepumpe vollständig versorgen?+

In der Regel nicht über das ganze Jahr. Im Winter ist der Heizbedarf hoch und der Solarertrag niedrig. Photovoltaik kann den Netzbezug reduzieren und flexible Lasten verschieben, aber die saisonale Lücke nicht aufheben.

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07Ist ein Pufferspeicher immer nötig?+

Nicht pauschal. Ein Speicher kann hydraulische Aufgaben erfüllen oder Sperrzeiten überbrücken, verursacht aber auch Verluste. Größe und Einbindung müssen zur Anlage passen; ein großer Speicher korrigiert keine falsche Dimensionierung.

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08Wie laut ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?+

Das hängt nicht nur vom Datenblatt ab. Aufstellort, Abstand, Reflexionen an Wänden, Ventilatorrichtung und Nachtbetrieb bestimmen, was am Nachbarfenster ankommt. Eine standortbezogene Schallprüfung gehört vor die Bestellung.

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09Was bedeutet R290?+

R290 ist die technische Bezeichnung für Propan, ein natürliches Kältemittel mit sehr geringem Treibhauspotenzial. Es ist brennbar, weshalb Sicherheitsbereiche und Herstellervorgaben bei Aufstellung und Service eingehalten werden müssen.

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10Wann sollte die Anlage optimiert werden?+

Die Grundeinstellung erfolgt bei der Inbetriebnahme. Nach den ersten kalten Wochen und nochmals nach einer vollständigen Heizperiode sollten Heizkurve, Verdichterstarts, Heizstabeinsatz, Volumenstrom und gemessene Effizienz geprüft werden.

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