← Startseite

DE · AT · CH · kostenlos · keine Datenspeicherung

Der Wärmepumpen-
Realitätscheck.

Prüfen Sie Gebäude, Wärmebedarf, Heizflächen und Aufstellung. Sie erhalten eine nachvollziehbare Orientierung zu Eignung, JAZ, Strombedarf und Kosten in EUR oder CHF – ohne pauschale Kaufempfehlung.

Ihr FortschrittSchritt 1 von 4

01 · Standort & Gebäude

Wo steht das Haus?

Land und Gebäudestand beeinflussen Preise und die erste Einschätzung.

Land und Währung
Preisstand August 2026: Startwerte: Strom 37,0 ct/kWh, Gas 11,9 ct/kWh, Heizöl 1,28 €/l und Pellets 427,72 €/t inklusive Lieferung bei 6 t. Der Ölpreis ist tagesabhängig. Eigener Tarif ist genauer.
Energetischer Zustand

Vor dem Start

Fünf Angaben machen das Ergebnis besser.

  1. 01Verbrauch aus zwei bis drei typischen Jahren statt eines einzelnen Ausreißers.
  2. 02Tatsächlich beheizte Wohnfläche statt Brutto- oder Grundstücksfläche.
  3. 03Vorlauftemperatur an kalten Tagen und Art der vorhandenen Heizflächen.
  4. 04Realistisch erschließbare Wärmequelle und möglicher Aufstellort.
  5. 05Vollständiger Strompreis inklusive Netzentgelt, Abgaben und Grundpreis-Effekt.
01

Technik vor Gerät

Vorlauftemperatur, Heizflächen und Wärmebedarf bestimmen, wie leicht oder schwer die Wärmepumpe im konkreten Haus arbeiten muss.

02

Rechnung offenlegen

Verbrauch wird in Nutzwärme umgerechnet. Daraus entstehen eine vorsichtige JAZ-Schätzung, Strombedarf und jährliche Kosten.

03

Risiken benennen

Ein niedriger Score ist kein Verbot. Er zeigt, welche Daten, Heizflächen oder Planungsfragen vor einem Angebot geklärt werden sollten.

Realitäts-Score

Eine Prioritätenliste.
Keine Kaufampel.

Der Wert von 0 bis 100 gewichtet Vorlauftemperatur (25), Wärmeverteilung (20), spezifischen Bedarf (20), Gebäudezustand (15), Aufstellung (15) und Datenbasis (5). Er ist weder Erfolgswahrscheinlichkeit noch Zertifizierung.

PunkteEinordnung im CheckWas das praktisch bedeutetNächster Schritt
78–100sehr gute AusgangslageDie groben Voraussetzungen passen zusammen.Das Risiko liegt nun vor allem in Auslegung, Angebot und Ausführung.Heizlast und Heizflächen bestätigen, dann vergleichbare Angebote einholen.
60–77gute ChancenDas Projekt erscheint grundsätzlich plausibel.Mindestens ein Einflussfaktor braucht vor der Bestellung eine genauere Prüfung.Die im Ergebnis genannten Punkte einzeln nachweisen.
42–59Vorarbeiten sinnvollEine Wärmepumpe ist nicht ausgeschlossen.Temperatur, Heizflächen, Wärmebedarf oder Aufstellung können die Wirtschaftlichkeit deutlich verändern.Technische Aufnahme und gezielte Verbesserungen vor dem Angebot.
0–41noch nicht bestellenMehrere Grundlagen sind ungünstig oder ungeklärt.Eine Produktauswahl wäre zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht.Gebäude und Heizsystem fachlich aufnehmen, Varianten neu rechnen.

Transparente Methodik

Wärme ÷ JAZ = Strom.

Der Kern der Rechnung ist bewusst einfach: Aus dem bisherigen Verbrauch wird eine geschätzte Nutzwärme abgeleitet. Diese wird durch die angenommene Jahresarbeitszahl geteilt und anschließend mit Ihrem Strompreis multipliziert. Die Unsicherheit steckt deshalb vor allem in Nutzwärme und JAZ – nicht in der Multiplikation.

Rechenweg

So entstehen die
angezeigten Werte.

Alle Faktoren sind Orientierungsannahmen dieses Tools. Sie ersetzen weder eine normgerechte Heizlast noch Leistungsdaten eines konkret ausgewählten Geräts.

ErgebnisRechnung im ToolVerwendete AnnahmenWichtigste Grenze
NutzwärmekWh pro JahrVerbrauch × UmrechnungsfaktorWärmebedarf 1,00 · Heizöl 8,50 kWh/l · Erdgas 0,90 · Pellets 3,84 kWh/kgWirkungsgrad, Warmwasseranteil und Witterung des Bestands variieren.
Spezifischer BedarfkWh/m²aNutzwärme ÷ beheizte FlächeDie Eingabe bezieht sich auf die tatsächlich beheizte Wohnfläche.Kein Ersatz für die raumweise oder gebäudebezogene Heizlast.
Geschätzte JAZ2,1 bis 5,2Quellen-Startwert minus TemperaturabschlagLuft 4,2 · Erdreich 4,8 · Wasser 5,0; Abschlag steigt stufenweise mit dem Vorlauf.Wetter, Warmwasser, Abtauung, Heizstab, Hydraulik und Regelung bleiben offen.
StrombedarfkWh pro JahrNutzwärme ÷ geschätzte JAZDie gesamte geschätzte Wärme wird mit derselben Jahresarbeitszahl erzeugt.Separate Verbraucher und abweichende Betriebszustände können das Ergebnis verändern.
StromkostenEUR oder CHFStrombedarf × eingegebener TarifLandeswert dient nur als editierbarer Startwert; der eigene Vollpreis ist genauer.Grundpreis, Tarifwechsel, Sperrzeiten und künftige Preisentwicklung sind projektspezifisch.

JAZ-Sensitivität

Eine Annahme.
Großer Kosteneffekt.

Beispiel mit 20.000 kWh Nutzwärme und 0,30 € Strompreis je kWh. Die Tabelle ist keine Prognose, sondern zeigt, warum eine Rechnung nur mit optimistischer JAZ nicht belastbar ist.

Angenommene JAZStrombedarfJährliche StromkostenEinordnung
2,5konservatives Szenario8.000 kWh2.400 €Hoher Temperaturhub oder ungünstiger Betrieb schlagen deutlich durch.
3,0vorsichtig6.667 kWh2.000 €Solide Vergleichsbasis für ein noch nicht detailliert geplantes Projekt.
3,5mittleres Beispiel5.714 kWh1.714 €Die Kosten sinken nur, wenn diese Effizienz im Jahresbetrieb erreicht wird.
4,0günstiges Szenario5.000 kWh1.500 €Niedrige Systemtemperaturen und gute Planung werden wichtiger.
4,5sehr günstig4.444 kWh1.333 €Darf nicht ohne Quelle, Auslegung und Betriebsbedingungen unterstellt werden.

Häufige Fragen

Ergebnis korrekt
einordnen.

Die wichtigsten Grenzen des Checks – bevor aus einer ersten Orientierung eine Investitionsentscheidung wird.

01Bedeutet ein hoher Realitäts-Score, dass ich die Wärmepumpe bestellen kann?+

Nein. Der Score ist eine strukturierte Vorprüfung und keine Freigabe, Förderzusage oder Fachplanung. Vor der Bestellung müssen insbesondere Heizlast, Heizflächen, Hydraulik, Aufstellung, Schall und elektrische Ausführung für das konkrete Gebäude bestätigt werden.

02Welchen Jahresverbrauch soll ich eingeben?+

Am besten eignet sich der Mittelwert aus zwei bis drei typischen, vollständig abgerechneten Jahren. Berücksichtigen Sie, ob der bisherige Verbrauch auch Warmwasser enthält. Soll die Wärmepumpe später ebenfalls Warmwasser erzeugen, sollte dieser Anteil nicht einfach herausgerechnet werden.

03Warum ist die angezeigte JAZ nur eine Schätzung?+

Die reale Jahresarbeitszahl hängt unter anderem von Außentemperaturen, Wärmequelle, Vorlauf, Warmwasser, Abtauvorgängen, Heizstab, Hydraulik, Regelung und Nutzerverhalten ab. Der Check bildet davon bewusst nur die wichtigsten frühen Planungsgrößen ab.

04Sind 55 °C Vorlauftemperatur eine feste Grenze?+

Nein. 55 °C sind ein nützlicher Prüfwert, aber keine technische Verbotsgrenze. Entscheidend ist, welche Temperatur an den kältesten Tagen tatsächlich erforderlich ist und wie effizient das konkrete Gerät dabei arbeitet. Jede dauerhaft vermeidbare Temperaturerhöhung verschlechtert die Ausgangslage.

05Funktioniert der Check auch bei Heizkörpern?+

Ja. Wählen Sie die passende Art der Wärmeverteilung und tragen Sie eine realistische Vorlauftemperatur ein. Für die Planung muss anschließend raumweise geprüft werden, ob jeder Heizkörper bei dieser Temperatur die jeweilige Raumheizlast deckt.

06Berücksichtigt der Realitätscheck Investition und Förderung?+

Nein. Berechnet werden eine technische Orientierung, geschätzter Strombedarf und jährliche Stromkosten. Investition, Wartung, Finanzierung, Förderung und Vergleichskosten anderer Heizsysteme gehören in eine separate Lebenszyklusrechnung.

07Werden meine Eingaben gespeichert oder übertragen?+

Nein. Die Angaben bleiben während der Nutzung im aktuellen Browserzustand und werden nicht als Projekt gespeichert oder an einen Beratungsdienst gesendet. Nach dem Neuladen beginnen Sie wieder mit den Startwerten. Einen fertigen Bericht können Sie lokal drucken oder als PDF sichern.

Grundlagen und Preisstände

Offizielle Quellen.
Direkt verlinkt.

Umweltbundesamt: Gebäudecheck Wärmepumpe ↗BMWE: FAQ Wärmepumpe ↗klimaaktiv: Planung und Umstieg ↗EnergieSchweiz: Wärmepumpen ↗Preisquellen und Länderstände im Kostenatlas →Unser Quellen- und Prüfstandard →

Vom Ergebnis zur Planung

Offene Nachweise
schriftlich sammeln.

Kostenlose Checkliste öffnen →

WP.tech Newsletter

Praxiswissen.
Direkt ins Postfach.

Neue Ratgeber, hilfreiche Prüffragen und ausgewählte Wärme- und Energie-Meldungen. Gelegentlich, verständlich und kostenlos.

Was Sie erwartet