Technik vor Gerät
Vorlauftemperatur, Heizflächen und Wärmebedarf bestimmen, wie leicht oder schwer die Wärmepumpe im konkreten Haus arbeiten muss.
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Prüfen Sie Gebäude, Wärmebedarf, Heizflächen und Aufstellung. Sie erhalten eine nachvollziehbare Orientierung zu Eignung, JAZ, Strombedarf und Kosten in EUR oder CHF – ohne pauschale Kaufempfehlung.
Vor dem Start
Vorlauftemperatur, Heizflächen und Wärmebedarf bestimmen, wie leicht oder schwer die Wärmepumpe im konkreten Haus arbeiten muss.
Verbrauch wird in Nutzwärme umgerechnet. Daraus entstehen eine vorsichtige JAZ-Schätzung, Strombedarf und jährliche Kosten.
Ein niedriger Score ist kein Verbot. Er zeigt, welche Daten, Heizflächen oder Planungsfragen vor einem Angebot geklärt werden sollten.
Realitäts-Score
Der Wert von 0 bis 100 gewichtet Vorlauftemperatur (25), Wärmeverteilung (20), spezifischen Bedarf (20), Gebäudezustand (15), Aufstellung (15) und Datenbasis (5). Er ist weder Erfolgswahrscheinlichkeit noch Zertifizierung.
| Punkte | Einordnung im Check | Was das praktisch bedeutet | Nächster Schritt |
|---|---|---|---|
| 78–100sehr gute Ausgangslage | Die groben Voraussetzungen passen zusammen. | Das Risiko liegt nun vor allem in Auslegung, Angebot und Ausführung. | Heizlast und Heizflächen bestätigen, dann vergleichbare Angebote einholen. |
| 60–77gute Chancen | Das Projekt erscheint grundsätzlich plausibel. | Mindestens ein Einflussfaktor braucht vor der Bestellung eine genauere Prüfung. | Die im Ergebnis genannten Punkte einzeln nachweisen. |
| 42–59Vorarbeiten sinnvoll | Eine Wärmepumpe ist nicht ausgeschlossen. | Temperatur, Heizflächen, Wärmebedarf oder Aufstellung können die Wirtschaftlichkeit deutlich verändern. | Technische Aufnahme und gezielte Verbesserungen vor dem Angebot. |
| 0–41noch nicht bestellen | Mehrere Grundlagen sind ungünstig oder ungeklärt. | Eine Produktauswahl wäre zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht. | Gebäude und Heizsystem fachlich aufnehmen, Varianten neu rechnen. |
Transparente Methodik
Der Kern der Rechnung ist bewusst einfach: Aus dem bisherigen Verbrauch wird eine geschätzte Nutzwärme abgeleitet. Diese wird durch die angenommene Jahresarbeitszahl geteilt und anschließend mit Ihrem Strompreis multipliziert. Die Unsicherheit steckt deshalb vor allem in Nutzwärme und JAZ – nicht in der Multiplikation.
Rechenweg
Alle Faktoren sind Orientierungsannahmen dieses Tools. Sie ersetzen weder eine normgerechte Heizlast noch Leistungsdaten eines konkret ausgewählten Geräts.
| Ergebnis | Rechnung im Tool | Verwendete Annahmen | Wichtigste Grenze |
|---|---|---|---|
| NutzwärmekWh pro Jahr | Verbrauch × Umrechnungsfaktor | Wärmebedarf 1,00 · Heizöl 8,50 kWh/l · Erdgas 0,90 · Pellets 3,84 kWh/kg | Wirkungsgrad, Warmwasseranteil und Witterung des Bestands variieren. |
| Spezifischer BedarfkWh/m²a | Nutzwärme ÷ beheizte Fläche | Die Eingabe bezieht sich auf die tatsächlich beheizte Wohnfläche. | Kein Ersatz für die raumweise oder gebäudebezogene Heizlast. |
| Geschätzte JAZ2,1 bis 5,2 | Quellen-Startwert minus Temperaturabschlag | Luft 4,2 · Erdreich 4,8 · Wasser 5,0; Abschlag steigt stufenweise mit dem Vorlauf. | Wetter, Warmwasser, Abtauung, Heizstab, Hydraulik und Regelung bleiben offen. |
| StrombedarfkWh pro Jahr | Nutzwärme ÷ geschätzte JAZ | Die gesamte geschätzte Wärme wird mit derselben Jahresarbeitszahl erzeugt. | Separate Verbraucher und abweichende Betriebszustände können das Ergebnis verändern. |
| StromkostenEUR oder CHF | Strombedarf × eingegebener Tarif | Landeswert dient nur als editierbarer Startwert; der eigene Vollpreis ist genauer. | Grundpreis, Tarifwechsel, Sperrzeiten und künftige Preisentwicklung sind projektspezifisch. |
JAZ-Sensitivität
Beispiel mit 20.000 kWh Nutzwärme und 0,30 € Strompreis je kWh. Die Tabelle ist keine Prognose, sondern zeigt, warum eine Rechnung nur mit optimistischer JAZ nicht belastbar ist.
| Angenommene JAZ | Strombedarf | Jährliche Stromkosten | Einordnung |
|---|---|---|---|
| 2,5konservatives Szenario | 8.000 kWh | 2.400 € | Hoher Temperaturhub oder ungünstiger Betrieb schlagen deutlich durch. |
| 3,0vorsichtig | 6.667 kWh | 2.000 € | Solide Vergleichsbasis für ein noch nicht detailliert geplantes Projekt. |
| 3,5mittleres Beispiel | 5.714 kWh | 1.714 € | Die Kosten sinken nur, wenn diese Effizienz im Jahresbetrieb erreicht wird. |
| 4,0günstiges Szenario | 5.000 kWh | 1.500 € | Niedrige Systemtemperaturen und gute Planung werden wichtiger. |
| 4,5sehr günstig | 4.444 kWh | 1.333 € | Darf nicht ohne Quelle, Auslegung und Betriebsbedingungen unterstellt werden. |
Häufige Fragen
Die wichtigsten Grenzen des Checks – bevor aus einer ersten Orientierung eine Investitionsentscheidung wird.
Nein. Der Score ist eine strukturierte Vorprüfung und keine Freigabe, Förderzusage oder Fachplanung. Vor der Bestellung müssen insbesondere Heizlast, Heizflächen, Hydraulik, Aufstellung, Schall und elektrische Ausführung für das konkrete Gebäude bestätigt werden.
Am besten eignet sich der Mittelwert aus zwei bis drei typischen, vollständig abgerechneten Jahren. Berücksichtigen Sie, ob der bisherige Verbrauch auch Warmwasser enthält. Soll die Wärmepumpe später ebenfalls Warmwasser erzeugen, sollte dieser Anteil nicht einfach herausgerechnet werden.
Die reale Jahresarbeitszahl hängt unter anderem von Außentemperaturen, Wärmequelle, Vorlauf, Warmwasser, Abtauvorgängen, Heizstab, Hydraulik, Regelung und Nutzerverhalten ab. Der Check bildet davon bewusst nur die wichtigsten frühen Planungsgrößen ab.
Nein. 55 °C sind ein nützlicher Prüfwert, aber keine technische Verbotsgrenze. Entscheidend ist, welche Temperatur an den kältesten Tagen tatsächlich erforderlich ist und wie effizient das konkrete Gerät dabei arbeitet. Jede dauerhaft vermeidbare Temperaturerhöhung verschlechtert die Ausgangslage.
Ja. Wählen Sie die passende Art der Wärmeverteilung und tragen Sie eine realistische Vorlauftemperatur ein. Für die Planung muss anschließend raumweise geprüft werden, ob jeder Heizkörper bei dieser Temperatur die jeweilige Raumheizlast deckt.
Nein. Berechnet werden eine technische Orientierung, geschätzter Strombedarf und jährliche Stromkosten. Investition, Wartung, Finanzierung, Förderung und Vergleichskosten anderer Heizsysteme gehören in eine separate Lebenszyklusrechnung.
Nein. Die Angaben bleiben während der Nutzung im aktuellen Browserzustand und werden nicht als Projekt gespeichert oder an einen Beratungsdienst gesendet. Nach dem Neuladen beginnen Sie wieder mit den Startwerten. Einen fertigen Bericht können Sie lokal drucken oder als PDF sichern.
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