Vom Jahresertrag zum belastbaren Anlagenkonzept
Die Nennleistung in Kilowattpeak beschreibt die Anlage, nicht ihren garantierten Jahresertrag. Standort, Ausrichtung, Neigung, Temperatur, Systemverluste und Verschattung bestimmen, was tatsächlich erzeugt wird.
Werkzeuge wie PVGIS liefern eine gute erste standortbezogene Orientierung. Für die Entscheidung müssen zusätzlich Dachzustand, Statik, Leitungswege, Wechselrichter, Schutzkonzept und die Bedingungen des Netzbetreibers geprüft werden.
- Fläche und Verschattung aufnehmen
- Ertrag standortbezogen rechnen
- Netzanschluss vor Bestellung klären
Eigenverbrauch ist eine Zeitfrage
Ein Jahresverbrauch von beispielsweise mehreren tausend Kilowattstunden sagt noch nicht, wie viel Solarstrom direkt genutzt wird. Entscheidend ist, ob Verbrauch und Erzeugung zur gleichen Stunde zusammenfallen.
Wärmepumpe, Warmwasser, Elektroauto und Haushaltsgeräte können den Eigenverbrauch erhöhen, wenn ihre Betriebszeiten sinnvoll verschoben werden. Komfort, technische Grenzen und die eigentliche Heizaufgabe bleiben dabei vorrangig.
Eine hohe Eigenverbrauchsquote und ein hoher Autarkiegrad sind nicht dasselbe.
Batterie erst nach der Aufgabe dimensionieren
Eine Batterie verschiebt Solarstrom typischerweise vom Tag in den Abend oder die Nacht. Sie löst nicht die saisonale Lücke zwischen hohem Sommerertrag und hohem Winterwärmebedarf.
Verglichen werden sollten mindestens nutzbare Kapazität, Leistung, Verluste, Garantien, Zyklenannahmen und die Einbindung in Wechselrichter und Energiemanagement. Eine größere Batterie ist nicht automatisch die bessere Batterie.
