Der neue Datenstand des BFE
Der Vorabzug der Schweizer Statistik der erneuerbaren Energien weist für 2025 einen erneuerbaren Endverbrauch von 238.304 TJ aus. Der Anteil am gesamten Endenergieverbrauch betrug 30,6 Prozent. Von der inländischen Netto-Elektrizitätsproduktion waren 68,3 Prozent erneuerbaren Ursprungs.
Bei der erneuerbaren Stromproduktion bleibt Wasserkraft die tragende Säule. Das BFE hebt zugleich hervor, dass Photovoltaik deutlich gewachsen ist und nun nach der Wasserkraft die zweitgrößte erneuerbare Stromproduktion stellt.
Wärme kommt aus anderen Quellen
Bei der genutzten erneuerbaren Wärme entfielen 47,2 Prozent auf Biomasse und 35,1 Prozent auf Umweltwärme. Umweltwärme wird typischerweise mit Wärmepumpen aus Luft, Erdreich oder Wasser nutzbar gemacht. Weitere Beiträge stammen unter anderem aus erneuerbaren Abfallanteilen, Solarthermie und Biogasen.
Die Anteile zeigen keine Rangliste für ein einzelnes Haus. Platz, Emissionen, Gebäudezustand, Temperaturbedarf, Brennstofflogistik und lokale Infrastruktur entscheiden über die passende Lösung.
- Strom und Wärme getrennt bilanzieren
- Nutzenergie und Endenergie nicht vermischen
- Gebäudeentscheidung lokal treffen
Was Hauseigentümer daraus mitnehmen können
Die Statistik spricht für einen breiten Technologiemix. Sie ersetzt weder eine Heizlastberechnung noch einen Vergleich von Investition und Betrieb. Für ein konkretes Projekt sollten Wärmepumpe, Biomasse, Wärmenetz und Solaroptionen mit denselben Nutzwärme-Annahmen gerechnet werden.
Systemstatistik beschreibt das Land. Gebäudeplanung beschreibt das Haus – beides darf nicht verwechselt werden.
