Photovoltaik Deutschland
Photovoltaik 2025: 91,6 TWh Solarstrom und mehr Anlagen auf den Dächern
Rekordwerte im Stromsystem sind eine wichtige Nachricht. Für die eigene Anlage beantworten sie aber noch nicht, welche Leistung, Ausrichtung und Speichergröße wirtschaftlich passen.

In diesem Artikel
Kurz eingeordnet
Das Wichtigste auf einen Blick
Der starke nationale Zuwachs ersetzt keine Ertragsrechnung für das konkrete Dach.
Eine Wärmepumpe erhöht den Strombedarf vor allem im Winter; PV erzeugt den größten Teil im Sommerhalbjahr.
Eigenverbrauch, Einspeisung und Batterie müssen getrennt gerechnet werden.
- 91,6 TWh
- PV-Stromerzeugung 2025
- +21 %
- gegenüber 2024
- ca. 5,5 Mio.
- PV-Anlagen Ende 2025
Was hinter den 91,6 TWh steckt
Die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik weist für 2025 eine PV-Stromerzeugung von 91,6 TWh aus. Gegenüber 2024 entspricht das einem Plus von 21 Prozent. Enthalten sind sowohl eingespeiste Mengen als auch Solarstrom, der direkt vor Ort verbraucht wurde.
Das Bundeswirtschaftsministerium nennt für Ende 2025 rund 5,5 Millionen installierte PV-Anlagen bei Haushalten und Unternehmen. Die Zahl umfasst sehr unterschiedliche Größen – vom Steckersolargerät bis zum großen Dach oder Solarpark.
PV und Wärmepumpe sind kein Autarkie-Versprechen
Eine Photovoltaikanlage kann den Strombezug der Wärmepumpe senken. Die zeitliche Überlappung ist jedoch begrenzt: An sonnigen Übergangstagen passt die Kombination oft gut, während in kalten, dunklen Wochen weiterhin viel Netzstrom nötig ist.
Planerisch sinnvoll ist deshalb eine Monats- oder Stundenbetrachtung. Der Jahresertrag allein kann eine scheinbar hohe Deckung suggerieren, obwohl Erzeugung und Heizbedarf zeitlich auseinanderliegen.
- Dachpotenzial mit PVGIS oder Fachplanung prüfen
- Haushalts- und Wärmepumpenlast getrennt erfassen
- Speicher nicht nur nach Jahresverbrauch wählen
Die richtige Zahl für das eigene Projekt
Für Angebote sind Leistung in kWp, erwarteter Jahresertrag, Verschattung, Wechselrichterauslegung und ein realistischer Eigenverbrauch entscheidend. Wer eine Wärmepumpe plant, sollte zusätzlich deren Betriebszeiten und mögliche Steuerung berücksichtigen.
Eine große PV-Anlage kann sinnvoll sein – aber nicht, weil eine nationale Rekordzahl automatisch auf jedes Dach übertragbar wäre.
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