Gleiche Grundlage schaffen
Geben Sie allen Anbietern dieselben Informationen: Verbrauch der letzten Jahre, Gebäudepläne, geplante Sanierungen, Warmwasserbedarf, gewünschte Temperaturen und vorhandene Heizflächen. Sonst kalkuliert jeder ein anderes Projekt.
Bestehen Sie auf einer raumweisen oder normgerechten Heizlastberechnung. Eine überschlägige Auswahl nur nach Wohnfläche oder bisheriger Kesselleistung kann die Wärmepumpe deutlich zu groß machen.
Technische Annahmen sichtbar machen
Im Angebot sollten die geplante Vorlauf- und Rücklauftemperatur, der Auslegungspunkt, die erwartete Jahresarbeitszahl und der Anteil des Heizstabs erkennbar sein. Fragen Sie auch, wie Warmwasser erzeugt und welche Temperatur dafür angesetzt wird.
Bei Luft-Wasser-Geräten gehören Aufstellort, Schallberechnung, Kondensatableitung und Fundament dazu. Bei Erd- oder Grundwasseranlagen müssen Erschließung und Genehmigungen sauber abgegrenzt sein.
Nebenarbeiten und Schnittstellen
Elektriker, Tiefbauer, Kernbohrung und Demontage werden nicht immer vom selben Betrieb erbracht. Klären Sie, wer koordiniert und wer bei Verzögerungen oder Mängeln verantwortlich ist.
Prüfen Sie außerdem, ob Förderunterlagen, hydraulischer Abgleich, Einweisung, Dokumentation und die erste Optimierung nach einer Heizperiode enthalten sind.
- Festpreis oder klarer Kostenrahmen
- Vollständige Nebenarbeiten
- Inbetriebnahme und Einweisung
- Serviceweg und Reaktionszeit
Nicht nur den COP vergleichen
Ein Laborwert bei einem einzelnen Betriebspunkt sagt wenig über das gesamte Jahr im eigenen Haus. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Gerät, Quelle, Temperaturen und Regelung.
Bewerten Sie Preis, Auslegung, Dokumentation und Service gemeinsam. Das teuerste Angebot ist nicht automatisch das beste – das billigste aber auch nicht automatisch wirtschaftlich.
Gute Angebote erklären ihre Annahmen so klar, dass ein zweiter Fachbetrieb sie nachvollziehen kann.
