Erdwärme & Wärmenetze Schweiz
Erdwärme für die kalten Spitzen: OST untersucht Wärmepumpen am Wärmenetz
Wärmenetze müssen auch an besonders kalten Tagen liefern. Gleichzeitig steigt in vielen Gebäuden der Kühlbedarf. Das laufende OST-Projekt PeaknCool4District untersucht, ob gebäudenahe Erdwärmepumpen beide Aufgaben übernehmen und Quellen im Sommer regenerieren können.

In diesem Artikel
Kurz eingeordnet
Das Wichtigste auf einen Blick
Untersucht wird die Ergänzung eines Wärmenetzes durch dezentrale Wärmepumpen.
Die Fallstudien betreffen unterschiedliche Quellen, Gebäude und Netze.
Die Projektbeschreibung enthält keine abgeschlossene allgemeine Jahresbilanz oder fertige Lösung für jedes Netz.
- 3 Fallstudien
- Thusis, Wallisellen und Zürich
- 31.03.2027
- angegebenes Projektende
- Heizen & Kühlen
- gemeinsam untersuchte Systemaufgaben
Welche Aufgabe das Forschungsprojekt stellt
PeaknCool4District läuft laut OST von Januar 2025 bis März 2027. Dezentrale Erdwärmepumpen sollen im Winter Spitzenlasten des Wärmenetzes übernehmen und im Sommer kühlen. Die dabei anfallende Wärme soll zur Regeneration des Untergrunds oder zur Einspeisung ins Netz genutzt werden. Es geht um die Verbindung mehrerer saisonaler Aufgaben innerhalb eines gemeinsamen Versorgungskonzepts.
Drei Fälle mit verschiedenen Schwerpunkten
Am Spital Thusis untersucht das Projekt die Erdsondenauslegung und hydraulische Integration. In Wallisellen geht es um bestehende Sondenfelder in einem geplanten Netz. Die Zürcher Fallstudie betrachtet Zirkulationsbrunnen für die saisonale Speicherung in Grundwasserreservoiren. Das sind unterschiedliche Untersuchungen; ihre Zielsetzungen sollten nicht als identische, bereits fertig gebaute Anlagen gelesen werden.
Was daran für Eigentümer interessant ist
Unsere Einordnung: Netzanschluss und eigene Wärmepumpe müssen in der Planung nicht immer als vollständig getrennte Varianten erscheinen. Entscheidend ist die beschriebene Aufgabe jeder Komponente. Bei einem konkreten Angebot würden wir zuerst fragen, wer Grundlast, kalte Spitzen und gegebenenfalls Kühlung übernimmt. Ohne diese Aufteilung bleiben Leistungssummen und Kostenannahmen schwer vergleichbar.
Die Quelle gehört zum langfristigen Betrieb
Für eine gebäudenahe Quelle würden wir Planung und spätere Betriebsbeobachtung gemeinsam anfragen. Welche Daten werden dokumentiert, wie wird die Nutzung über die Jahre beurteilt und wer ist zuständig? Auch die vorgesehenen Sommerfunktionen gehören ausdrücklich in den Leistungsumfang. Eine zusätzliche Funktion sollte im Angebot verständlich beschrieben sein, bevor sie in eine Wirtschaftlichkeitsannahme eingeht.
Forschungsergebnis und eigenes Bauprojekt trennen
Der aktuelle Projektbeschrieb zeigt die Fragestellung, noch keinen allgemein gültigen Leistungsnachweis. Wer einen ähnlichen Ansatz erwägt, braucht eine eigene Quellen- und Netzprüfung. Unser Vorschlag ist, offene Annahmen als solche im Projektordner zu führen. So kann eine neue Forschungsidee in die Variantenprüfung einfliessen, ohne vorzeitig als bestätigte Lösung für den eigenen Standort behandelt zu werden.
Quellen geprüft am 01.11.2026. Projekt-, Termin- und Programmaussagen beziehen sich auf die verlinkten Quellen; aktuelle Änderungen vor einer Entscheidung beim Anbieter prüfen.
Am eigenen Haus weiterdenken
Offene Fragen für die Planung sammeln.
Mit verständlichen Rechnern die eigenen Annahmen prüfen und die nächsten Fragen für den Fachbetrieb vorbereiten.
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