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Systemporträt · Kamstrup · Messung & Monitoring

Kamstrup MULTICAL 303: Wärmemenge im Wärmepumpenkreis erfassen

Eine Durchflussanzeige hilft bei der Einstellung. MULTICAL 303 ergänzt den Wasserstrom um das passende Temperaturfühlerpaar und die thermische Energieberechnung. Der Nutzen bei einer Wärmepumpe entsteht aus einer sinnvoll gewählten Messstelle, nicht allein aus dem digitalen Display.

Bei der WärmepumpeThermische Energiemessung in einem passend ausgelegten Wasserkreis der Wärmepumpe; Messort und elektrischer Zähler werden gesondert geplant.

Funktionsgrafik zu Kamstrup MULTICAL 303: Aufgaben und Auswahlkriterien im Wärmepumpensystem

Redaktionelle Funktionsgrafik: Wasserkreis: Durchfluss, Temperaturpaar und Energie erfassen. Die Symbole erklären Aufgaben im Wärmepumpensystem und sind kein Montageplan.

Grafik: Redaktion Wärmepumpe.tech · Bildquelle ↗

Vorab

Worauf es
ankommt.

  1. 01MULTICAL 303 ist ein kompakter Ultraschallzähler mit zugehörigem Pt500-Fühlerpaar. Die dokumentierte Produktfamilie umfasst qp 0,6, 1,5 und 2,5 m³/h.
  2. 02Das Rechenwerk muss zum tatsächlichen Einbau im Vor- oder Rücklauf konfiguriert sein. Eine falsche Zuordnung kann Messfehler verursachen.
  3. 03Die technische Beschreibung nennt Wasser als Medium. Eine Glykolanwendung lässt sich daraus nicht pauschal ableiten.
Nenndurchfluss qp
0,6 · 1,5 · 2,5 m³/h, je nach Ausführung
Messprinzip
Ultraschall + zugehöriges Pt500-Temperaturpaar
Medium & Messort
Wasser · Vorlauf/Rücklauf passend konfigurieren

Belege: Kamstrup DE: MULTICAL 303 – aktuelle Produktübersicht und Ausführungen ↗ · Kamstrup: MULTICAL 303 / 403 – Datenblatt FILE100004061_B_DE_06.2024, ausdrücklich die 303-Daten (PDF) ↗ · Kamstrup: MULTICAL 303 – technische Beschreibung, Medium und Einbaukonfiguration (PDF, DE) ↗

Direkt gegenübergestellt

Wärmemessung ergänzt die einfache Durchflussanzeige im Bestand

Wärmemessung ergänzt die einfache Durchflussanzeige im Bestand
PrüfpunktMULTICAL 303Einfacher Durchflussanzeiger
WasserstromUltraschallmessung innerhalb der gewählten ZählergrenzenMomentanen Durchfluss gemäß seiner Skala anzeigen
TemperaturenZusammengehöriger Fühlersatz für die EnergierechnungKein zugehöriges Temperaturpaar vorausgesetzt
Thermische EnergieÜber die Zeit aufsummierte WärmemengeAus der Durchflussanzeige allein nicht bestimmbar
DatenLogger und auswählbare KommunikationsausführungBei dieser einfachen Alternative manuell ablesen
ArbeitszahlZusätzliche Strommessung und Messgrenze erforderlichEbenfalls keine Arbeitszahl aus dem Wasserstrom allein

Funktionsvergleich mit einer ausdrücklich einfachen Durchflussanzeige, keine Aussage über sämtliche älteren Wärmezähler. Auch ein älterer vollständiger Energiezähler kann geeignete Messdaten liefern.

Belege: Kamstrup: MULTICAL 303 / 403 – Datenblatt FILE100004061_B_DE_06.2024, ausdrücklich die 303-Daten (PDF) ↗ · Kamstrup: MULTICAL 303 – technische Beschreibung, Medium und Einbaukonfiguration (PDF, DE) ↗ · Fraunhofer ISE: WP-QS im Bestand – Abschlussbericht, Kapitel 5.2 zur Definition der Bilanzgrenzen (PDF) ↗

01

Kompakt bedeutet nicht beliebig austauschbar

Kamstrup führt MULTICAL 303 als kompakten Wärme-, Kälte- oder kombinierten Zähler mit Ultraschall-Durchflusssensor. Das Datenblatt nennt für die 303-Ausführungen die Nennströme 0,6, 1,5 und 2,5 m³/h. Das gemeinsam veröffentlichte Dokument enthält daneben MULTICAL 403 mit anderen Ausführungen; diese Werte dürfen nicht vermischt werden.

Unsere Einordnung: Beim Austausch werden die vollständige Zählerreferenz, Baulänge, Anschluss und vorgesehene Aufgabe erfasst. Der Zähler gehört in die Druckverlustrechnung der Wärmepumpenanbindung. Die größte verfügbare Variante ist keine automatische Verbesserung für eine Anlage mit kleinen Teillastströmen.

Belege: Kamstrup DE: MULTICAL 303 – aktuelle Produktübersicht und Ausführungen ↗ · Kamstrup: MULTICAL 303 / 403 – Datenblatt FILE100004061_B_DE_06.2024, ausdrücklich die 303-Daten (PDF) ↗

02

Vorlauf und Rücklauf müssen zur Einstellung passen

Die technische Beschreibung erläutert, dass die Vorlauf- beziehungsweise Rücklaufkonfiguration in die Energierechnung eingeht. Temperaturabhängige Eigenschaften des Wassers werden entsprechend berücksichtigt. Der tatsächliche Einbauort und die Konfiguration müssen daher zusammenpassen; ein lesbares Display bestätigt diesen Abgleich noch nicht.

Unsere Einordnung: Im Wärmepumpenschema wird die Messstelle vor der Montage markiert. Beim Umschalten auf Warmwasserladung bleibt zu prüfen, ob der betreffende Wärmeweg ebenfalls erfasst wird. Ein Temperaturfühler an irgendeiner gut zugänglichen Leitung ersetzt keine geplante, zusammengehörige Messanordnung.

Belege: Kamstrup: MULTICAL 303 – technische Beschreibung, Medium und Einbaukonfiguration (PDF, DE) ↗

03

Spreizung, Medium und Zählergrenzen zusammen prüfen

Kamstrup nennt für die zugelassenen 303-Temperaturdifferenzen eine untere Grenze von 3 K. Die technische Beschreibung bezeichnet Wasser als Medium im Durchflusssensor. Aus diesen Angaben folgt keine allgemeine Freigabe für einen mit Glykol gefüllten Quellenkreis oder eine unverändert gültige Messung außerhalb des gewählten Bereichs.

Unsere Einordnung: Für eine Wärmepumpe sind auch die erwartete kleine Spreizung und der Betrieb beim Abtauen relevant. Die Referenz wird nach diesem Profil ausgewählt. Wo Kühlenergie erfasst werden soll, müssen Ausführung, Register und Auswertung ausdrücklich dazu passen.

Belege: Kamstrup DE: MULTICAL 303 – aktuelle Produktübersicht und Ausführungen ↗ · Kamstrup: MULTICAL 303 – technische Beschreibung, Medium und Einbaukonfiguration (PDF, DE) ↗

04

Datenlogger erleichtert Vergleiche über denselben Zeitraum

Die Produktunterlagen beschreiben einen Datenlogger und verschiedene Kommunikationsausführungen, darunter M-Bus beziehungsweise Wireless M-Bus. Welche Schnittstelle tatsächlich vorhanden ist, folgt der bestellten Variante. Eine Produktfamilie mit mehreren Optionen enthält nicht in jedem Gerät jede Verbindung.

Unsere Einordnung: Vor dem Kauf wird geklärt, wer Daten ausliest und in welchem Intervall. Für die Arbeitszahl kommen Stromdaten und eine dokumentierte Bilanz hinzu. Der Zähler kann Auffälligkeiten sichtbar machen; eine bestimmte Effizienzverbesserung der Wärmepumpe lässt sich daraus allein nicht versprechen.

  • Messgrenze und Zählerreferenz im Anlagenprotokoll festhalten.
  • Durchfluss- und Temperaturwerte bei Inbetriebnahme plausibilisieren.
  • Wärme- und Stromdaten mit gemeinsamen Stichtagen auswerten.

Belege: Kamstrup DE: MULTICAL 303 – aktuelle Produktübersicht und Ausführungen ↗ · Fraunhofer ISE: WP-QS im Bestand – Abschlussbericht, Kapitel 5.2 zur Definition der Bilanzgrenzen (PDF) ↗

Für Ihr Angebot

Diese Fragen
mitnehmen.

  1. Welche 303-Ausführung passt zu Durchfluss, Baulänge und Anschluss?
  2. Wie groß ist der zusätzliche Druckverlust am Betriebspunkt?
  3. Sind Einbauort und Rechenwerkskonfiguration gleich zugeordnet?
  4. Werden Warmwasser, Abtauung und gegebenenfalls Kühlung erfasst?
  5. Welche Schnittstelle wird bestellt und wer übernimmt die Auswertung?
Angebot als PDF prüfen →

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Misst MULTICAL 303 auch den Strom der Wärmepumpe?

Er erfasst thermische Energie im ausgewählten Wasserkreis. Für eine Arbeitszahl ist eine dazu passende elektrische Energiemessung über denselben Zeitraum erforderlich.

Kann ich Werte des MULTICAL 403 auf den 303 übertragen?

Das gemeinsame Datenblatt enthält unterschiedliche Produktprogramme. Für MULTICAL 303 werden nur die ausdrücklich für 303 angegebenen Größen, Grenzen und Ausführungen verwendet.

Ist der Zähler für jede Glykolmischung geeignet?

Die gelesene technische Beschreibung nennt Wasser als Medium. Eine abweichende Mischung braucht eine ausdrückliche Bestätigung für die konkrete Ausführung und Messaufgabe.

Originalquellen

Nachlesen
und prüfen.

Herstellerunterlagen und Fachverband. Redaktionelle Einordnung anhand dieser Dokumentation.

Abgerufen: 10.10.2026
  1. Kamstrup DE: MULTICAL 303 – aktuelle Produktübersicht und Ausführungen↗
  2. Kamstrup: MULTICAL 303 / 403 – Datenblatt FILE100004061_B_DE_06.2024, ausdrücklich die 303-Daten (PDF)↗
  3. Kamstrup: MULTICAL 303 – technische Beschreibung, Medium und Einbaukonfiguration (PDF, DE)↗
  4. Fraunhofer ISE: WP-QS im Bestand – Abschlussbericht, Kapitel 5.2 zur Definition der Bilanzgrenzen (PDF)↗

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