← Alle Komponenten & Systeme

Produktentwicklung · GF / Uponor · Warmwasser

Uponor Combi Port E-Hybrid: Warmwasser mit niedriger Heiznetztemperatur

Die Heizung kommt mit niedriger Temperatur aus, die Dusche braucht trotzdem warmes Wasser. Combi Port E-Hybrid verbindet dezentrale Trinkwassererwärmung mit einem elektrischen Booster auf der Heizungsseite.

Bei der WärmepumpeWohnungsweise Warmwasserbereitung bei zentraler Wärmeversorgung mit niedrigem Temperaturniveau, etwa durch eine Wärmepumpe.

Herstellerdarstellung einer Uponor Combi Port E-Hybrid Wohnungsstation im offenen Schrank mit Regelung, Wärmetauscher und Verteiler

Herstellerdarstellung: Combi Port E-Hybrid im Schrank mit Verteiler. Die konkrete Ausstattung hängt von der gewählten Ausführung ab.

Bild: GF Building Flow Solutions · Bildquelle ↗

Vorab

Worauf es
ankommt.

  1. 01Der elektrische Durchlauferhitzer sitzt auf der Primär- beziehungsweise Heizungsseite. Das Trinkwasser wird über den Wärmetauscher erwärmt.
  2. 02Dezentrale Erwärmung verändert das Leitungsnetz. Die zentrale Trinkwarmwasser-Zirkulation kann im entsprechenden Versorgungskonzept entfallen.
  3. 03Zusätzliche elektrische Leistung muss bei Anschluss, Gleichzeitigkeiten und Betriebskosten des Gebäudes berücksichtigt werden.
Konzept
Wohnungsstation · elektrischer Booster im Primärkreis
Regelung
Elektronischer Regler mit Modbus-Anbindung
Beispielartikel DE
1161061 · 400 V / 15 kW · verfügbar ab 01.07.2025

Belege: Uponor DE: Combi Port E-Hybrid – Funktionsweise und Komponenten ↗ · Uponor: Combi Port E-Hybrid – Montage- und Bedienungsanleitung (PDF) ↗ · Uponor DE: Combi Port E-Hybrid PR 400 V / 15 kW, Artikel 1161061 – verfügbar ab 1. Juli 2025 ↗

Direkt gegenübergestellt

E-Hybrid und zentrale Trinkwarmwasserbereitung

E-Hybrid und zentrale Trinkwarmwasserbereitung
PrüfpunktCombi Port E-Hybrid im dezentralen KonzeptZentrale Trinkwarmwasserbereitung
Ort der ErwärmungTrinkwasser wird in der Wohnungsstation erwärmtTrinkwarmwasser wird zentral bereitgestellt und verteilt
ZusatzwärmeElektrischer Booster hebt bei Bedarf die Primärtemperatur anTemperaturniveau wird im zentralen Versorgungskonzept erzeugt
Trinkwarmwasser-ZirkulationKann im entsprechenden Gebäudekonzept entfallenBei einem Netz mit Zirkulation entstehen zusätzliche Leitungswege
Elektrische PlanungBoosterleistung und Gleichzeitigkeiten der Stationen berücksichtigenElektrische Verbraucher des zentralen Konzepts berücksichtigen
WartungZugängliche Stationen in den Wohnungen einplanenZentrale Technik sowie Verteilnetz betreuen

Vergleich zweier Versorgungskonzepte, kein pauschaler Wirtschaftlichkeitsnachweis. Eine bereits dezentrale Wohnungsstation ist ein anderer Vergleichsfall als eine zentrale Anlage.

Belege: Uponor DE: Combi Port E-Hybrid – Funktionsweise und Komponenten ↗ · Uponor: Combi Port E-Hybrid – Montage- und Bedienungsanleitung (PDF) ↗ · GF Building Flow Solutions: Produkthighlights auf der SHK+E 2026 (Hersteller-Pressemitteilung) ↗

01

Der Booster erwärmt die Heizungsseite

Die Herstellerbeschreibung und das Hydraulikschema zeigen einen elektrischen Durchlauferhitzer im Primärkreis der Station. Ein Wärmetauscher überträgt die Wärme auf das Trinkwasser. Dazu kommen elektronische Regelung und ein motorisches Dreiwegeventil. Die Nachheizung ist damit Teil eines abgestimmten hydraulischen Konzepts.

Für die Wärmepumpe ist dieser Ansatz interessant, weil Heiznetz und Trinkwarmwasserbedarf unterschiedliche Temperaturniveaus verlangen können. Unsere Einordnung: Das ganze Gebäude dauerhaft für einzelne Warmwasser-Zapfungen auf eine höhere Temperatur zu bringen, ist eine andere Betriebsstrategie als die bedarfsgerechte Anhebung an einer Station.

Belege: Uponor DE: Combi Port E-Hybrid – Funktionsweise und Komponenten ↗ · Uponor: Combi Port E-Hybrid – Montage- und Bedienungsanleitung (PDF) ↗

02

Eine dokumentierte Neuheit von 2025

GF stellte Combi Port E-Hybrid auf der ISH 2025 vor und zeigt die Station weiterhin in den Produkthighlights 2026. Im deutschen Katalog ist beispielsweise die 400-V-/15-kW-Variante mit Artikelnummer 1161061 ab dem 1. Juli 2025 als verfügbar geführt. Diese Daten beschreiben diesen Artikel und keine beliebige Station.

Bei der Auswahl müssen Ausstattung, Schrank, Verteiler und elektrische Ausführung zusammenpassen. Der Vergleich sollte auch die tatsächlich benötigte Zapfleistung bei den geplanten Temperaturen enthalten. Eine maximale Durchflussangabe ohne Temperaturbedingungen reicht dafür nicht.

Belege: GF / Uponor: Pressemappe ISH 2025 – Innovationen und Produktvorstellungen ↗ · GF Building Flow Solutions: Produkthighlights auf der SHK+E 2026 (Hersteller-Pressemitteilung) ↗ · Uponor DE: Combi Port E-Hybrid PR 400 V / 15 kW, Artikel 1161061 – verfügbar ab 1. Juli 2025 ↗

03

Was sich im Leitungsnetz verändert

Der Hersteller beschreibt ein dezentrales, bedarfsgerechtes Konzept, das die zentrale Trinkwarmwasser-Zirkulationsleitung überflüssig machen kann. Das betrifft den Trinkwasserkreis; die Heizwasserverteilung zu den Stationen bleibt eine eigene Planungsaufgabe. Auch die Wege innerhalb der Wohnung müssen betrachtet werden.

Unsere Einordnung: Weniger zentrale Trinkwarmwasserleitungen können eine Sanierung verändern. Das bedeutet aber weder sofort warmes Wasser an jeder beliebig entfernten Armatur noch eine automatische Hygienezusage. Leitungslängen, Wasseraustausch, Temperatureinstellungen und Betrieb gehören weiterhin zur Bewertung der gesamten Trinkwasseranlage.

Belege: GF Building Flow Solutions: Produkthighlights auf der SHK+E 2026 (Hersteller-Pressemitteilung) ↗

04

Wärmepumpe und Booster gemeinsam rechnen

Die zusätzliche Wärme aus dem elektrischen Booster muss in die Energiebilanz eingehen. Für ein Mehrfamilienhaus sind außerdem Anschlussleistung und Gleichzeitigkeit der Zapfungen relevant. Eine mögliche Verbesserung des Wärmepumpenbetriebs ist deshalb gemeinsam mit dem Strombedarf der Stationen zu bewerten.

Lassen Sie die angebotenen Konzepte mit derselben Anzahl Wohnungen, demselben Warmwasserbedarf und denselben Randbedingungen vergleichen. Dazu gehören Investition, Leitungsverluste, Zusatzstrom, Wartungszugang und Abrechnung. Prozentuale Herstellerangaben können einen Vergleich anregen, ersetzen aber keine nachvollziehbare Rechnung für das Gebäude.

  • Elektrische Anschlussleistung pro Station und für das Gebäude klären.
  • Zapfleistung bei den geplanten Vorlauf- und Trinkwassertemperaturen prüfen.
  • Heizwasser- und Trinkwasserverteilung im Schema getrennt darstellen.

Für Ihr Angebot

Diese Fragen
mitnehmen.

  1. Welche Zapfleistung erreicht die angebotene Station bei unserer Heiznetztemperatur?
  2. Wie werden elektrische Leistung und Gleichzeitigkeiten berücksichtigt?
  3. Welche Leitungen und Zirkulationsstrecken entfallen im konkreten Gebäudekonzept?
Angebot als PDF prüfen →

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Ist das ein Durchlauferhitzer direkt im Trinkwasser?

Der elektrische Booster der E-Hybrid sitzt laut Hersteller auf der Primär- beziehungsweise Heizungsseite. Das Trinkwasser wird über den Wärmetauscher erwärmt.

Spart die Station in jedem Gebäude dieselbe Energiemenge?

Nein. Das Ergebnis hängt unter anderem von Temperaturniveau, Zapfprofil, Leitungsverlusten, Wärmepumpenbetrieb und zusätzlichem Boosterstrom ab. Die Wirtschaftlichkeit muss für das vollständige Gebäudekonzept berechnet werden.

Originalquellen

Nachlesen
und prüfen.

Herstellerunterlagen und Fachverband. Redaktionelle Einordnung anhand dieser Dokumentation.

Abgerufen: 10.10.2026
  1. Uponor DE: Combi Port E-Hybrid – Funktionsweise und Komponenten↗
  2. Uponor DE: Combi Port E-Hybrid PR 400 V / 15 kW, Artikel 1161061 – verfügbar ab 1. Juli 2025↗
  3. Uponor: Combi Port E-Hybrid – Montage- und Bedienungsanleitung (PDF)↗
  4. GF / Uponor: Pressemappe ISH 2025 – Innovationen und Produktvorstellungen↗
  5. GF Building Flow Solutions: Produkthighlights auf der SHK+E 2026 (Hersteller-Pressemitteilung)↗

WP.tech Newsletter

Praxiswissen.
Direkt ins Postfach.

Neue Ratgeber, hilfreiche Prüffragen und ausgewählte Wärme- und Energie-Meldungen. Gelegentlich, verständlich und kostenlos.

Was Sie erwartet