Förderung & Heizungstausch Österreich

Österreich öffnet den Kesseltausch neu: Was Wärmepumpen-Interessenten jetzt vorbereiten sollten

Für österreichische Hauseigentümer öffnet sich wieder ein Förderfenster. Das Umweltministerium hat den Neustart des Kesseltauschs zum 2. November 2026 angekündigt. Entscheidend ist jetzt eine geordnete Vorbereitung: Eine Registrierung, ein vollständiger Antrag und eine bewilligte Auszahlung sind verschiedene Schritte.

Hauseigentümerin und Heizungsberater prüfen Unterlagen; eine Wärmepumpe steht vor dem Haus.
Für den Heizungstausch gehören Förderung, Angebot und technische Planung zusammen.
In diesem Artikel

Kurz eingeordnet

Das Wichtigste auf einen Blick

  1. Die Neuauflage betrifft private Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Reihenhäuser.

  2. Registrierungen sind nur bei verfügbaren Mitteln möglich; der 31. Dezember ist eine äussere Frist.

  3. Technische Eignung und Förderfähigkeit müssen vor einer verbindlichen Bestellung zusammen geprüft werden.

5.000 €
angekündigte Pauschale für Wärmepumpen
02.11.2026
angekündigter Registrierungsstart
9 Monate
maximale Umsetzungsfrist ab Registrierung

Was jetzt wieder möglich wird

Laut BMLUK können sich Privatpersonen ab 2. November für den Ersatz einer fossilen Heizung registrieren. Für Wärmepumpen nennt das Ministerium 5.000 Euro; Bohr- und Solarbonus bleiben bestehen. Berücksichtigt werden Lieferungen und Leistungen ab 7. Oktober 2026. Das Programm soll eine Brücke zur Sanierungsoffensive 2027 bilden. Es handelt sich nicht um einen unbegrenzt geöffneten Fördertopf.

Von der Registrierung bis zur Auszahlung

Nach erfolgreicher Registrierung bleiben maximal neun Monate für Umsetzung, Abrechnung und Förderantrag. Das Projekt muss bei Antragstellung abgeschlossen und abgerechnet sein. Registrierung und Antrag sind längstens bis 31. Dezember 2026 beziehungsweise bis zur Ausschöpfung der Mittel vorgesehen. Die praktische Verfügbarkeit ist deshalb direkt beim Förderportal zu prüfen; aus dem Kalenderdatum allein folgt keine Mittelzusage.

Ein Angebot muss mehr als das Aussengerät enthalten

Unsere Empfehlung für die Vorbereitung: Lassen Sie das Angebot in Gerät, Montage, Elektroarbeiten, Speicher, Umbau und Inbetriebnahme aufteilen. So erkennen Sie, welche Leistungen tatsächlich enthalten sind und welche Unterlagen noch fehlen. Eine attraktive Geräteposition hilft wenig, wenn notwendige Arbeiten erst später zusätzlich berechnet werden. Bewahren Sie Produktdaten und die zum Antrag gehörende Fassung des Angebots gemeinsam auf.

Erst die Anlage passend machen

Auch bei einer verfügbaren Förderung bleibt die Auslegung eine eigene Aufgabe. Schreiben Sie Verbrauch, beheizte Fläche, Warmwasserbedarf und bekannte Vorlauftemperaturen zusammen. Fehlende Angaben dürfen zunächst offen bleiben. Fragen Sie den Fachbetrieb, welche Daten er für die endgültige Planung benötigt und welche Heizflächen er überprüfen will. Ein Förderbetrag beantwortet diese technischen Fragen nicht.

Diese Reihenfolge schafft Übersicht

Prüfen Sie zuerst den aktuellen offiziellen Programmstand und die Vorgaben für Ihr Projekt. Klären Sie anschliessend Beratung, technische Nachweise und den zulässigen Zeitpunkt verbindlicher Beauftragungen. Vergleichen Sie dann vollständige Angebote. Unser PDF-Angebotscheck hilft dabei, offene Positionen zu sammeln; die verbindliche Förderentscheidung trifft die zuständige Stelle. Für Projekte in Deutschland oder der Schweiz gelten jeweils andere Programme.

Quellen geprüft am 01.11.2026. Projekt-, Termin- und Programmaussagen beziehen sich auf die verlinkten Quellen; aktuelle Änderungen vor einer Entscheidung beim Anbieter prüfen.

Am eigenen Haus weiterdenken

Offene Fragen für die Planung sammeln.

Mit verständlichen Rechnern die eigenen Annahmen prüfen und die nächsten Fragen für den Fachbetrieb vorbereiten.

Nachlesen & prüfen

Originalquellen

  1. 01BMLUK: Neustart Kesseltausch, 29.10.2026
  2. 02OÖ Energiesparverband: Wärmepumpenförderung
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