Was LG im März vorgestellt hat
LG kündigte am 17. März 2026 für die Fachmesse MCE eine neue Reihe aus Combi-, Hydro- und Control-Einheiten an. Die gemeinsame Bedienung umfasst laut Hersteller ein 6,8-Zoll-Farbdisplay und integriertes WLAN. Ein einheitliches Gehäusedesign ist dabei das sichtbare, die unterschiedliche Systemfunktion das planerisch wichtigere Merkmal.
Für einen Haushalt beginnt die Auswahl nicht mit dem Display. Zuerst muss feststehen, ob ein Warmwasserspeicher integriert werden soll, welche hydraulischen Funktionen benötigt werden und welche Komponenten bereits vorhanden sind. Das Angebot muss diese Entscheidung konkret abbilden.
Ein Tank im Gehäuse spart keine Bedarfsrechnung
Die beschriebene Combi-Einheit integriert einen 200-Liter-Tank und unterstützt Heizung, Kühlung und Warmwasser. Für die Two-Zone-Ausführung nennt LG eine integrierte Mischpumpengruppe und einen Pufferspeicher. Die Hydro-Einheit enthält unter anderem ein Dreiwegeventil und ein zwölf Liter großes Ausdehnungsgefäß.
Unsere praktische Einordnung: Ein integriertes Gehäuse kann die Komponentenliste übersichtlicher machen. Ob der Speicher zum Haushalt passt, hängt trotzdem von Verbrauch, gewünschter Verfügbarkeit und Nachladeleistung ab. „200 Liter“ allein ist keine Zusage für eine bestimmte Zahl gleichzeitiger Duschen. Auch zwei Temperaturzonen sind kein Vorteil, wenn das Gebäude sie nicht benötigt.
Hydraulik und reine Steuerung unterscheiden
Für die Hydro-Einheit betont LG den Zugang von vorne und ein neues Montagekonzept. Die Control-Einheit verzichtet dagegen auf direkte hydraulische Anschlüsse und steuert über elektrische Klemmen. Diese Varianten dürfen deshalb im Angebotsvergleich nicht als gleiche Kästen mit verschiedenem Namen behandelt werden.
Wer ein Angebot prüft, sollte einen vollständigen Komponentenplan verlangen. Welche Pumpen, Ventile, Sensoren und Sicherheitsbauteile sind enthalten, welche werden außerhalb montiert? Der verbleibende Platzbedarf ergibt sich aus dem gesamten System. Ein kleines Gehäuse hilft wenig, wenn daneben unerwartet weitere Bauteile und Leitungen untergebracht werden müssen.
Außengerät und Inneneinheit bleiben ein abgestimmtes System
In einer weiteren Mitteilung vom Juni beschreibt LG die europäische Palette einschließlich der Therma V R290 Monobloc. Dort werden unter anderem Betrieb bei Außenluft bis -28 °C und Warmwasser bis 75 °C genannt; LG weist auf den Einfluss der Installationsbedingungen hin. Diese Herstellerangaben dürfen nicht als gemeinsame Effizienzgarantie bei beiden Grenzwerten gelesen werden.
Der Planer braucht vielmehr die Leistung und Effizienz bei der örtlichen Auslegungstemperatur und der tatsächlich erforderlichen Vorlauftemperatur. Auch die Kombination mit der gewählten Inneneinheit muss freigegeben sein. Die Information „natürliches Kältemittel“ beantwortet diese Systemfragen ebenfalls nicht.
Die praktische Lehre für den Heizungswechsel
Die südkoreanische Produktnachricht zeigt ein häufig unterschätztes Thema: Die Installation endet nicht am Außengerät. Ein gut dokumentierter Technikraum erleichtert den Angebotsvergleich und die spätere Wartung. Die Wahl des Herstellers sollte zusätzlich regionale Servicefähigkeit und eindeutige Verantwortlichkeiten berücksichtigen.
- Speichergröße und hydraulische Aufgaben am eigenen Bedarf ausrichten.
- Transportweg, Anschlüsse und freizuhaltende Serviceflächen einzeichnen.
- Alle externen Komponenten und deren Kosten aufführen lassen.
- Freigegebene Gerätekombination und Leistungsdaten für den Betriebspunkt dokumentieren.

