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Heizungswechsel & Erfahrungen · Deutschland

Wärmepumpe im Bestand: Neue Befragung zeigt hohe Zufriedenheit

Vor dem Heizungstausch wird viel über Risiken gesprochen. Wer bereits mit einer Wärmepumpe heizt, berichtet in einer neuen Befragung überwiegend von guten Erfahrungen. Besonders aufschlussreich ist der Abstand zwischen diesen Erfahrungen und den Sorgen derjenigen, die noch vor der Entscheidung stehen.

Redaktionelle Illustration eines Hauseigentümers und einer Fachkraft vor einem älteren Wohnhaus mit Wärmepumpe
KI-generierte redaktionelle Illustration; keine Aufnahme eines dokumentierten Projektstandorts und keine Produktabbildung.
4.299
ausgewertete Antworten selbstnutzender Hauseigentümer
1.460
Befragte mit bereits installierter Wärmepumpe
94,9 %
dieser Nutzer zufrieden oder sehr zufrieden
Veröffentlicht: Lesezeit: 3 Min.
Porträt von Martin Kania
Fachlich eingeordnet vonMartin Kania

Heizung & Sanitär · Service · Projekt- & Bauleitung · über 30 Jahre Praxis · aktualisiert 19.10.2026

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Kurz eingeordnet

Drei Punkte
ohne Schlagzeilenlärm.

  1. 01Die hohe Zufriedenheit bezieht sich auf die befragten Nutzer; die Stichprobe ist nicht repräsentativ.
  2. 02Eine noch funktionierende Heizung und die Anschaffungskosten sind wichtige Gründe für das Abwarten.
  3. 03Für das eigene Haus helfen dokumentierte Betriebsdaten und ein Gebäudecheck mehr als pauschale Versprechen.

Was das Öko-Institut untersucht hat

Das am 7. Oktober 2026 veröffentlichte Working Paper gehört zum Projekt „Wärmepumpe? Kann ich!“. Ausgewertet wurden Antworten von 4.299 Eigentümern, die ihr Haus selbst bewohnen. 1.460 hatten bereits eine Wärmepumpe, 2.839 ein anderes Heizsystem. Die Befragung wurde Ende April 2026 über co2online und das WohnKlima-Panel von Haus & Grund verbreitet.

94,9 Prozent der Wärmepumpennutzer bezeichneten sich als zufrieden oder sehr zufrieden. 1,2 Prozent waren unzufrieden oder sehr unzufrieden. Das ist ein deutliches Ergebnis innerhalb der untersuchten Gruppe.

Warum die Zahl nicht für alle Haushalte steht

Die Autoren benennen eine wichtige Einschränkung: Die Teilnehmer wurden nicht zufällig aus allen Hauseigentümern ausgewählt. Beide angesprochenen Gruppen interessieren sich überdurchschnittlich für Energie- und Klimathemen. Die Ergebnisse dürfen deshalb nicht als repräsentative Zufriedenheitsquote für Deutschland gelesen werden.

Außerdem wurden Einschätzungen abgefragt. Zufriedenheit sagt etwas über die wahrgenommene Alltagstauglichkeit aus, liefert aber keine gemessene Jahresarbeitszahl und keinen geprüften Vergleich der Heizkosten.

Viele warten aus nachvollziehbaren Gründen

Unter den Befragten ohne Wärmepumpe, die einen Kauf grundsätzlich nicht ausschließen, nennen 51,1 Prozent die noch nicht erreichte Lebensdauer der bestehenden Heizung als Grund gegen einen bisherigen Umstieg. 46,3 Prozent führen hohe Anschaffungskosten an. Die Frage lautet für viele also: Wann ist für mein Haus der richtige Zeitpunkt für den Umstieg?

Unsere Einordnung: Bei einer jüngeren, funktionierenden Heizung gehört der komplette Umbauaufwand in die Rechnung. Ebenso sinnvoll ist es, frühzeitig die Heizlast, verfügbare Aufstellorte und den Zustand der Heizflächen zu klären. Dann muss die Planung später nicht unter Zeitdruck beginnen.

Beim Nachbarn nach konkreten Erfahrungen fragen

Ein Gespräch mit einem zufriedenen Besitzer kann hilfreich sein. Besonders nützlich wird es, wenn nicht nur die Gerätemarke genannt wird. Fragen Sie nach Gebäudegröße, Heizkörpern oder Fußbodenheizung, Warmwasserbedarf und dem dokumentierten Stromverbrauch.

Für einen fairen Vergleich sollten außerdem dieselben Verbraucher erfasst sein: nur der Verdichter oder auch Heizstab und externe Pumpen? Solche Unterschiede erklären mehr als die Aussage, eine Anlage laufe „günstig“.

Aus Interesse eine belastbare Entscheidung machen

Die Befragung ist ein guter Anlass, die eigene Ausgangslage aufzunehmen. Sammeln Sie Abrechnungen, notieren Sie bekannte Komfortprobleme und lassen Sie die erforderlichen Temperaturen sowie mögliche Verbesserungen fachlich bewerten. Aus diesen Unterlagen lässt sich ein konkretes Angebot ableiten.

Der im Forschungsprojekt vorgesehene Feldtest zur Eignungsprüfung ist im Working Paper noch ein nächster Schritt. Die Befragung selbst belegt daher keinen bereits abgeschlossenen Praxistest zur Temperaturabsenkung.

Quellen geprüft am 19.10.2026. Working Paper vom 07.10.2026; nicht repräsentative Befragung, keine technische Feldmessung.

Das eigene Haus

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Originalquellen

Zahl und Aussage
selbst prüfen.

Öko-Institut: Veröffentlichung und Zusammenfassung vom 07.10.2026↗Öko-Institut Working Paper 9/2026: Bericht und Befragungsmethode↗

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