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Systemporträt · Caleffi · Armaturen

Caleffi iStop PLUS: Frostschutzventil für die Monoblock-Wärmepumpe

Beim Monoblock reicht Heizwasser bis zum Außengerät. Ein Stromausfall kann deshalb eine besondere Frostschutzfrage auslösen. iStop PLUS arbeitet temperaturabhängig ohne elektrischen Antrieb, muss aber in ein vollständiges Schutzkonzept passen.

Bei der WärmepumpeMechanischer Frostschutz als Teil eines freigegebenen Konzepts für außen wasserführende Monoblock-Wärmepumpen.

Funktionsgrafik zu Caleffi iStop PLUS: abstrakte Symbole zeigen die Aufgaben im Wärmepumpensystem

Redaktionelle Funktionsgrafik: Mechanischer Frostschutz für freigegebene Monoblocks. Die Symbole erklären Aufgaben im Wärmepumpensystem und sind kein Montageplan.

Grafik: Redaktion Wärmepumpe.tech · Bildquelle ↗

Vorab

Worauf es
ankommt.

  1. 01Das Ventil betrifft außen wasserführende Abschnitte. Ein Splitgerät mit außen geführtem Kältemittel stellt eine andere Situation dar.
  2. 02Für iStop PLUS nennt Caleffi 3 °C Öffnungs- und 4 °C Schließtemperatur. Der Einbau muss einen wirksamen Ablauf ermöglichen.
  3. 03Herstellerfreigabe, Lage, Dämmung, Ablauf und Wiederinbetriebnahme gehören zusammen. Ein einzelnes Ventil ist keine universelle Frostschutzgarantie.
Baureihe
iStop PLUS · Serie 108
Wassertemperatur
Öffnen 3 °C · Schließen 4 °C
Prinzip
Thermostatisch · ohne elektrischen Antrieb

Belege: Caleffi CH: iStop PLUS Serie 108 – Temperaturen und Betriebsbedingungen ↗ · Caleffi: iStop PLUS – technische Broschüre mit Einbau- und Frostschutzkonzept (PDF) ↗

Direkt gegenübergestellt

Frostschutzventil und Glykol: unterschiedliche Schutzkonzepte

Frostschutzventil und Glykol: unterschiedliche Schutzkonzepte
PrüfpunktMechanisches FrostschutzventilFreigegebene Glykolmischung
PrinzipTemperaturabhängiger Wasseraustritt nach EinbaukonzeptGefrierverhalten des Mediums durch richtige Mischung verändern
VoraussetzungWirksame Position, Wasserweg und freier AblaufPassendes Medium, Konzentration und Komponentenfreigaben
HydraulikEinbau und Betrieb des Ventils berücksichtigenVeränderte Stoffdaten und Druckverluste berücksichtigen
Nach einem FrostereignisDruck, Wasserinhalt und Wiederinbetriebnahme prüfenKonzentration und Medienzustand nach Wartungskonzept prüfen

Konzeptvergleich. Beide Lösungen verlangen eine Freigabe für das konkrete Gerät; sie werden nicht beliebig kombiniert oder gegen Herstelleranforderungen ausgetauscht.

Belege: Caleffi: iStop PLUS – technische Broschüre mit Einbau- und Frostschutzkonzept (PDF) ↗ · Bundesverband Wärmepumpe: Leitfaden Hydraulik – Grundschemata, Volumenstrom und Auslegung ↗

01

Warum der wasserführende Außenteil entscheidend ist

Bei einer Monoblock-Anlage kann Heizwasser durch das Außengerät und die Anschlussleitungen fließen. Die Schutzfrage betrifft damit nicht nur die Rohrdämmung. Auch längere Stillstände und eine unterbrochene Versorgung werden im Konzept betrachtet.

Für ein Splitgerät mit einem anders aufgebauten Außenanschluss lässt sich daraus keine pauschale Pflicht zum gleichen Ventil ableiten. Der Ausgangspunkt bleibt das genaue Gerät mit seinen außen wasserführenden Bauteilen und der aktuellen Herstellervorgabe.

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02

Temperaturabhängige Funktion braucht einen passenden Wasserweg

Caleffi nennt für iStop PLUS die Öffnung bei 3 °C und das Schließen bei 4 °C Wassertemperatur. Das mechanische Prinzip ist vom elektrischen Betrieb der Wärmepumpe unabhängig. Die Funktion setzt jedoch die vorgesehenen Einbaubedingungen voraus.

Das Produkt ist kein allgemeines Entleerungsventil, mit dem automatisch jede Leitung vollständig leerläuft. Position, Luftzutritt, Leitungsverlauf und Ablauf bestimmen mit, ob das geplante Schutzprinzip die gefährdeten Bereiche erreicht. Diese Punkte werden anhand der Montageunterlage geplant.

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03

Vor- und Rücklauf, Ablauf und Dämmung gemeinsam beurteilen

Die Herstellerunterlage behandelt den Schutz der außenliegenden Wasserwege. Dazu gehören die erforderlichen Ventilpositionen an Vor- und Rücklauf sowie die vorgeschriebene Orientierung. Ein leicht erreichbarer einzelner Einbauplatz beweist nicht, dass damit beide Wege wirksam geschützt sind.

Auch die Umgebung des Ventils bleibt Teil der Funktion: Ein zugefrorener oder versperrter Ablauf und eine ungeeignete Ummantelung können das Konzept beeinträchtigen. Der Auftrag sollte deshalb die vorgesehenen Abstände, den Ablauf und die nach Herstellerangabe zulässige Dämmung ausdrücklich enthalten.

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04

Glykol und Nachspeisung sind eigene Planungsfragen

Ein Glykolkonzept verändert das Medium und damit die Auslegung des Wasserwegs. Ein mechanisches Ventil verfolgt ein anderes Prinzip. Die Entscheidung wird für das konkrete Wärmepumpenmodell mit dessen Medien- und Einbauanforderungen getroffen.

Ob Nachspeisung vorgesehen ist, wie deren Wasserqualität sichergestellt wird und wie nach einer Auslösung wieder gestartet wird, wird ebenfalls geplant. Die Produktwahl allein beantwortet diese Fragen nicht. Eine automatische Nachfüllung ist kein pauschaler Ersatz für ein abgestimmtes Frostschutzkonzept.

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05

Auch Sommerbetrieb und Wartung gehören zur Prüfung

Eine Anlage mit aktiver Kühlung erreicht andere Wassertemperaturen als im Heizbetrieb. Die konkret gewählte Ventilausführung muss dazu passen. Aus dem Namen einer Produktfamilie darf keine allgemeine Eignung jeder Variante für jeden Kühlbetrieb abgeleitet werden.

Zum Betriebsplan gehören außerdem die Kontrolle nach einem Ereignis, ein passender Anlagenfülldruck und das Wiederherstellen der vorgesehenen Wasserqualität. Der Betreiber sollte wissen, woran eine Auslösung erkennbar ist und welche Schritte der betreuende Fachbetrieb übernimmt.

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Für Ihr Angebot

Diese Fragen
mitnehmen.

  1. Welche wasserführenden Außenteile des konkreten Monoblocks sind zu schützen?
  2. Gibt der Gerätehersteller dieses Frostschutzkonzept frei?
  3. Welche Positionen und Anzahl von Ventilen fordert die ausgewählte Einbauunterlage?
  4. Wie werden Luftzutritt, Ablauf und zulässige Dämmung sichergestellt?
  5. Was geschieht nach einer Auslösung und bei geplantem Kühlbetrieb?
Angebot als PDF prüfen →

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Braucht jede Wärmepumpe ein iStop PLUS?

Nein. Entscheidend sind außenliegende Wasserwege und das freigegebene Frostschutzkonzept. Unterschiedliche Bauarten und Geräte können unterschiedliche Lösungen verlangen.

Garantiert ein Ventil vollständigen Schutz unabhängig von der Montage?

Nein. Das Schutzprinzip hängt von den vorgeschriebenen Positionen, Wasserwegen, Einbaubedingungen und dem Gesamtkonzept ab.

Kann ich damit Glykol ohne weitere Prüfung weglassen?

Nur ein für das konkrete Gerät bestätigtes alternatives Konzept kann die Medienentscheidung begründen. Eine Produktbeschreibung allein ist dafür keine Freigabe.

Originalquellen

Nachlesen
und prüfen.

Herstellerunterlagen und Fachverband. Redaktionelle Einordnung anhand dieser Dokumentation.

Abgerufen: 10.10.2026
  1. Caleffi CH: iStop PLUS Serie 108 – Temperaturen und Betriebsbedingungen↗
  2. Caleffi: iStop PLUS – technische Broschüre mit Einbau- und Frostschutzkonzept (PDF)↗
  3. Bundesverband Wärmepumpe: Leitfaden Hydraulik – Grundschemata, Volumenstrom und Auslegung↗

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