Direkt gegenübergestellt
2.0F, 4.0 und 4.0F: den Leitungsabschnitt zuerst bestimmen
| Prüfpunkt | COOL-FIT 2.0F | COOL-FIT 4.0 / 4.0F |
|---|---|---|
| Verlegeort | Inneninstallation | 4.0: auch außen und im Erdreich. 4.0F: Ausführung und Verlegefreigabe separat prüfen. |
| Medientemperatur | 0 bis +60 °C | 4.0: −50 bis +60 °C; 4.0F: −30 bis +60 °C laut CH-Broschüre 2026. |
| Rohrabmessungen | d32–140 mm | 4.0: d32–450 mm; 4.0F: d160–225 mm laut CH-Broschüre. Außenmaß inklusive Dämmung zusätzlich beachten. |
| Brandschutz | F-Ausführung; Schweizer Einordnung RF2 | 4.0 und 4.0F besitzen unterschiedliche Brandklassen. Die F-Ausführung nicht mit dem Standardmantel gleichsetzen. |
| Verbindung | Elektroschweißen im hier beschriebenen PE100-System | Elektroschweißen; Übergänge und Zubehör nach konkreter Ausführung. |
| Bei der Wärmepumpe | Kühlwasserverteilung im Gebäude innerhalb der Freigaben | 4.0: mögliche Außen- oder Quellenanbindung. Heizwasser, Sole und Betriebsfälle projektbezogen freigeben lassen. |
Die Zahlen beschreiben die genannten Hauptsysteme, nicht jede Armatur und nicht die separaten Push-Systeme. Ein Temperaturbereich ist kein Nachweis, dass der Nenndruck über den gesamten Bereich zulässig ist. Maßgeblich sind Artikel, Medium, Druck-Temperatur-Zuordnung und geplante Nutzungsdauer.
Belege: GF CH: COOL-FIT – Einsatzbereiche und Schweizer Systemübersicht ↗ · GF CH: COOL-FIT 2.0F – Inneninstallation und Übergang zu 4.0 ↗ · GF CH: COOL-FIT 4.0 – Außen-, Erd- und sekundäre Kühlkreisläufe ↗ · GF CH: COOL-FIT 2.0F / 4.0 / 4.0F – Broschüre CH-Version 2026, technische Tabellen S. 16 und 18 (PDF) ↗
Wo COOL-FIT im Wärmepumpensystem eine Aufgabe übernimmt
GF nennt für die Systemfamilie unter anderem Komfortkühlung, Anergienetze und Erdsonden-Anschlussleitungen. Für WP.tech folgt daraus eine mögliche Rolle beim Transport von Wasser oder freigegebenem Wasser-Glykol-Gemisch zwischen Wärmequelle, Wärmepumpe und Verbrauchern. Diese redaktionelle Einordnung ersetzt keine Freigabe des konkreten Anlagenkreises.
Bei einer reversiblen Anlage sollte das Angebot den Heiz- und den Kühlbetrieb benennen. Ein kurzer Innenabschnitt, ein Leitungsweg über das Dach und eine erdverlegte Verbindung stellen verschiedene Anforderungen. Wer nur einen Produktnamen ins Angebot schreibt, lässt diese entscheidenden Unterschiede offen.
Eine Split-Wärmepumpe hat zusätzlich einen Kältemittelkreis mit eigenen Rohr- und Verbindungsvorgaben. Die hier beschriebenen COOL-FIT-Anwendungen betreffen den hydraulischen Sekundär- oder Quellenkreis; die Eignung dafür darf nicht auf den Kältemittelkreis übertragen werden.
Belege: GF CH: COOL-FIT – Einsatzbereiche und Schweizer Systemübersicht ↗ · GF CH: COOL-FIT 4.0 – Außen-, Erd- und sekundäre Kühlkreisläufe ↗
Beim Kühlen wird jede Unterbrechung der Dämmung wichtig
Trifft feuchte Luft auf eine ausreichend kalte Oberfläche, kann sich Wasser niederschlagen. Deshalb gehört zum Kühlbetrieb eine durchgängige, zum Temperatur- und Feuchtefall passende Dämmung. Ein trockener gerader Rohrabschnitt sagt noch nichts über ungedämmte Übergänge, Ventile oder Befestigungen aus.
Der praktische Unterschied zu einer nachträglich gedämmten Metallleitung liegt im abgestimmten Systemumfang. Bei COOL-FIT werden auch passende Fittings und weitere Komponenten vorgedämmt angeboten. An den Schnittstellen müssen die vorgesehenen Abdichtungen vollständig ausgeführt werden. Ein beliebiger Ersatzfitting erhält diese Funktion nicht automatisch.
- Übergänge zum Gerät und zu Metallleitungen in den Dämmumfang aufnehmen.
- Armaturen mit erforderlichem Servicezugang planen.
- Durchführungen und Befestigungspunkte vor dem Schließen von Wand oder Schacht kontrollieren.
- Für die Auslegung minimale Medientemperatur sowie erwartete Raumtemperatur und Feuchte angeben.
Belege: GF CH: COOL-FIT 2.0F – Inneninstallation und Übergang zu 4.0 ↗ · GF CH: COOL-FIT 4.0 – Außen-, Erd- und sekundäre Kühlkreisläufe ↗
Temperaturgrenze und Frostschutz sind zwei verschiedene Fragen
Auch eine für kalte Medien geeignete Leitung macht Wasser nicht frostsicher. Die Dämmung verzögert den Wärmeaustausch; sie erzeugt keine Wärme. Bei einem Monoblock mit wasserführenden Außenleitungen muss deshalb feststehen, was bei Stillstand oder längerem Stromausfall geschieht. Das Frostschutzkonzept gehört zum freigegebenen Geräteschema.
Umgekehrt muss bei einer Anlage, die für einen Sonderbetrieb höhere Temperaturen benötigt, die gesamte Leitung dafür geeignet sein. Für die hier verglichenen Ausführungen nennt die CH-Broschüre +60 °C als obere Medientemperatur. Heizbetrieb, Warmwasserladung, Zusatzheizung und Störfälle werden an den tatsächlich betroffenen Rohrabschnitten geprüft.
Eine Sole kann flüssig bleiben, obwohl reines Wasser bereits gefrieren würde. Ob ein Gemisch passt, hängt zusätzlich von Zusammensetzung, Konzentration und Freigaben sämtlicher benetzter Bauteile ab. Die minimale Rohrtemperatur ist keine Empfehlung für eine beliebige Glykolmischung.
Belege: GF CH: COOL-FIT 2.0F / 4.0 / 4.0F – Broschüre CH-Version 2026, technische Tabellen S. 16 und 18 (PDF) ↗ · GF CH: COOL-FIT – Einsatzbereiche und Schweizer Systemübersicht ↗
Volumenstrom und Druckverlust entscheiden über die Rohrgröße
Die Leistung auf dem Typenschild allein genügt nicht zur Dimensionierung. Erforderlicher Volumenstrom, tatsächlicher Innendurchmesser, Leitungslänge, Bögen, Armaturen und verbleibende Pumpenförderhöhe werden zusammen betrachtet. Ein großes Außenmaß kann aus der Dämmung entstehen und beschreibt nicht den freien Strömungsquerschnitt.
Für die Angebotsprüfung lohnt sich eine einfache Gegenfrage: Welche Druckverlustberechnung liegt für den vollständigen Weg vor? Bei Sole verändert das Gemisch die strömungstechnischen und thermischen Eigenschaften. Bei einer reversiblen Wärmepumpe sind die maßgeblichen Heiz- und Kühlfälle zu erfassen, statt eine passende Dimension nur für einen Betriebspunkt anzunehmen.
GF stellt einen Zugang zu technischen Planungsunterlagen bereit. Für eine Ausführungsplanung werden die dort angebotenen, zum Produkt passenden Dokumente einschließlich Druck-Temperatur-Zuordnung, Befestigung und Längenausdehnung benötigt; die Verkaufsbroschüre allein reicht dafür nicht.
Belege: GF CH: COOL-FIT – Zugang zu Planungsgrundlagen und technischen Handbüchern ↗
Vorgedämmt bedeutet weniger separate Arbeitsschritte
Die Hauptsysteme werden durch Elektroschweißen verbunden. Für die Montageplanung bedeutet das: passendes Werkzeug, vorbereitete Rohrenden, eingehaltene Verarbeitungsvorgaben und dokumentierte Prüfungen gehören zum Leistungsumfang. Vorgefertigte Dämmung entbindet nicht von der sorgfältigen Verarbeitung jeder Verbindung.
Vergleichen Sie ein vollständiges Angebot mit einer vollständig ausgeführten Alternative: Leitung, Fittings, Dämmung, Wetterschutz, Befestigungen, Durchführungen und Abnahme. Eine konventionelle Metallleitung mit fachgerechter Dämmung bleibt ein anderer möglicher Aufbau. Die bessere Wahl hängt vom Abschnitt und von den tatsächlichen Kosten ab.
Herstellerangaben zu schnellerer Montage oder geringeren Verlusten sind keine garantierte Senkung des Stromverbrauchs Ihrer Wärmepumpe. Dafür fehlen ohne Projektberechnung unter anderem Betriebsstunden, Temperaturen, Vergleichsaufbau und Verluste des übrigen Systems. WP.tech übernimmt deshalb keinen pauschalen Einsparwert.
Belege: GF CH: COOL-FIT 2.0F – Inneninstallation und Übergang zu 4.0 ↗ · GF CH: COOL-FIT 4.0 – Außen-, Erd- und sekundäre Kühlkreisläufe ↗
Praxisfall: innen kühlen, außen sicher anbinden
Ein Planungsbeispiel ohne Produktempfehlung: Eine Wärmepumpe versorgt innen Gebläsekonvektoren; ein Teil der hydraulischen Verbindung liegt außerhalb des Gebäudes. Die Ausschreibung teilt den Leitungsweg zunächst in Innen- und Außenabschnitt auf. Für beide werden Medium, minimale und maximale Temperatur, Volumenstrom und Betriebsdruck dokumentiert.
Erst danach wird eine konkrete Ausführung ausgewählt. Hinzu kommen der Übergang zwischen den Abschnitten, die Gebäudeeinführung, das Frostschutzkonzept und alle Anschlüsse an Geräte und Armaturen. Diese Vorgehensweise beantwortet die eigentliche Frage: Ist der gesamte Wasserweg geplant, oder nur die gerade Rohrstrecke?
Für Ihr Angebot
Diese Fragen
mitnehmen.
- Welcher Kreis wird angebunden: Heizwasser, Kühlwasser oder Sole, und welches Medium ist ausdrücklich freigegeben?
- Welche COOL-FIT-Ausführung ist für jeden Innen-, Außen- oder Erdabschnitt vorgesehen?
- Welche minimalen und maximalen Temperaturen treten einschließlich Sonder- und Störbetrieb auf?
- Sind Betriebsdruck, Nutzungsdauer und Temperatur zusammen nachgewiesen?
- Welche Rohrdimension ergibt sich aus dem Volumenstrom und der vollständigen Druckverlustberechnung?
- Wie bleiben Übergänge, Armaturen und Befestigungen beim Kühlen durchgängig gedämmt?
- Was schützt wasserführende Außenabschnitte bei Stillstand und Stromausfall vor Frost?
- Welche Montage-, Prüf- und Fotodokumentation wird bei der Abnahme übergeben?
Häufige Fragen
Kurz beantwortet.
Ist COOL-FIT eine neue Wärmepumpe?
Nein. Es ist eine Familie vorgedämmter Rohrleitungssysteme. Der Bezug zur Wärmepumpe entsteht durch den passend ausgelegten hydraulischen Kreis. CH-Version 2026 bezeichnet die verwendete Broschüre und keinen hier belegten Marktstart.
Kann COOL-FIT 2.0F im Garten verlegt werden?
Die Schweizer Produktseite beschreibt 2.0F als Innenlösung und verweist für Außen- und Erdabschnitte auf 4.0. Ausführungsfreigabe, Anschlüsse und Gebäudeeinführung müssen gemeinsam geplant werden.
Ist 4.0F dasselbe wie 4.0?
Nein. Die CH-Broschüre nennt unterschiedliche Temperaturbereiche, Dimensionen und Mantelausführungen. Das F kennzeichnet eine Ausführung mit anderen Brandschutzeigenschaften; deren Daten und Einsatzfreigaben sind separat zu prüfen.
Kann ich damit jede Wärmepumpe anschließen?
Das lässt sich ohne Geräteschema und Betriebsdaten nicht sagen. Entscheidend sind Kreis, Medium, Temperatur, Druck und die gesamte Anbindung. Eine passende hydraulische Anwendung ist keine Freigabe als Kältemittelleitung.
Verhindert die Vordämmung Frostschäden?
Sie verlangsamt den Wärmeaustausch. Bei entsprechend langer Kälteeinwirkung kann Wasser trotzdem gefrieren. Ein zur Wärmepumpe passendes Frostschutzkonzept bleibt erforderlich.
Warum steht hier keine pauschale Stromersparnis?
Die Verluste einer Leitung und der Stromverbrauch der gesamten Wärmepumpe sind verschiedene Größen. Eine belastbare Einsparung benötigt den tatsächlichen Vergleichsaufbau und die Betriebsdaten des Projekts.

