Direkt gegenübergestellt
Automatische Durchflussregelung und statischer Verteilerabgleich
| Prüfpunkt | Dynacon Eclipse | Statisch eingestellter Verteiler |
|---|---|---|
| Sollwert | Berechneten Kreisstrom am Ventil einstellen | Berechneten Kreisstrom über die vorhandene Einstellarmatur herstellen |
| Druckänderung | Regelt innerhalb des zulässigen Differenzdruckbereichs nach | Kann den Kreisstrom beeinflussen; Anlage und Pumpenregelung berücksichtigen |
| Pumpenauslegung | Erforderlichen Mindestdifferenzdruck zusätzlich sicherstellen | Widerstände und Einstellverluste ebenfalls berücksichtigen |
| Raumventile | Geschlossene Kreise werden nicht automatisch geöffnet | Auch hier hängt der nutzbare Wasserweg von den Ventilstellungen ab |
| Wärmepumpenbetrieb | Gerätemindeststrom durch das Gesamtschema absichern | Dieselbe Anforderung an das Gesamtschema |
Funktionsvergleich. Automatische Kreisregelung ersetzt weder die Heizlastberechnung noch den Nachweis des erforderlichen Gerätestroms.
Belege: IMI CH: Dynacon Eclipse – Heizkreisverteiler mit automatischer Durchflussregelung ↗ · IMI: Dynacon Eclipse – Einstellbereich und erforderlicher Differenzdruck (PDF) ↗ · Bundesverband Wärmepumpe: Leitfaden Hydraulik – Grundschemata, Volumenstrom und Auslegung ↗
Der Raum bestimmt den Kreisstrom
Aus Wärmebedarf, Heizfläche und gewählter Spreizung ergibt sich die erforderliche Wassermenge je Heizkreis. Dynacon Eclipse erlaubt eine Voreinstellung in Liter pro Stunde. Das Datenblatt nennt einen Bereich von 30 bis 300 l/h. Ein größerer Gesamtverteiler ersetzt nicht die Prüfung jedes einzelnen Kreises.
Unsere Einordnung: Bei Wärmepumpen können niedrige Vorlauftemperaturen und kleine Spreizungen zu relevanten Kreisströmen führen. Liegt ein berechneter Wert außerhalb des Ventilbereichs, wird die Auslegung angepasst. Ein hoher Einstellwert allein gleicht weder einen zu langen Kreis noch eine unpassende Heizfläche aus.
Belege: IMI CH: Dynacon Eclipse – Heizkreisverteiler mit automatischer Durchflussregelung ↗ · IMI: Dynacon Eclipse – Einstellbereich und erforderlicher Differenzdruck (PDF) ↗
Automatik benötigt einen passenden Differenzdruck
IMI nennt mindestens 17 kPa für Einstellungen von 30 bis 150 l/h und mindestens 25 kPa oberhalb von 150 bis 300 l/h. Diese Werte betreffen die vorgesehene Durchflussregelung. Für den Verteiler wird außerdem ein maximaler Gesamtstrom von 2,5 m³/h angegeben.
Unsere Einordnung: Die Pumpe muss die erforderlichen Rohr- und Bauteilwiderstände sowie den Regelbedarf abdecken. Eine unnötig hohe Förderhöhe ist kein Ersatz für diese Rechnung. Die Kontrolle erfolgt im ungünstigen Kreis und in den vorgesehenen Ventilstellungen, statt aus der maximalen Pumpenleistung auf einen gelungenen Abgleich zu schließen.
Belege: IMI: Dynacon Eclipse – Einstellbereich und erforderlicher Differenzdruck (PDF) ↗ · Bundesverband Wärmepumpe: Leitfaden Hydraulik – Grundschemata, Volumenstrom und Auslegung ↗
Wenn Räume schließen, bleibt die Gerätefrage offen
Die automatische Regelung begrenzt beziehungsweise hält den eingestellten Strom eines verfügbaren Kreises innerhalb ihrer Betriebsgrenzen. Ein geschlossener Raumstellantrieb lässt daraus keinen offenen Fließweg werden. Genau dieser Unterschied ist bei einer direkt angebundenen Wärmepumpe relevant.
Unsere Einordnung: Im Gesamtschema wird nachgewiesen, wie Mindestvolumenstrom und benötigter Wasserinhalt bei Teillast und Abtauung verfügbar bleiben. Ein Verteilerabgleich behandelt die Wärmeverteilung. Er ist keine eigenständige Freigabe für beliebig viele gleichzeitig schließende Heizkreise.
Belege: IMI: Dynacon Eclipse – Einstellbereich und erforderlicher Differenzdruck (PDF) ↗ · Bundesverband Wärmepumpe: Leitfaden Hydraulik – Grundschemata, Volumenstrom und Auslegung ↗
Ein Verteilerwechsel braucht einen vollständigen Abgleich
Im Bestand werden Kreiszahl, Anschlussart, Rohrzustand und verfügbare Einbaumaße aufgenommen. Ein automatischer Verteiler kann die Reaktion auf Druckänderungen erleichtern. Ein funktionierender statischer Abgleich bleibt jedoch eine nachvollziehbare Lösung, wenn Anlage und Pumpenregelung dazu passen.
Unsere Einordnung: Bei der Übergabe sind die berechneten und eingestellten Kreisströme wichtiger als das Schlagwort automatisch. Auch Heizkurve, Raumregelung und Servicezugang werden abgestimmt. Eine zusätzliche Mischgruppe ist bei passenden niedrigen Gerätetemperaturen keine pauschale Voraussetzung für die Fußbodenheizung.
- Kreisströme aus der Heizflächenberechnung ableiten.
- Differenzdruck und Gesamtstrom des Verteilers prüfen.
- Gerätemindeststrom unabhängig vom Verteilerabgleich nachweisen.
Für Ihr Angebot
Diese Fragen
mitnehmen.
- Welcher Sollstrom ist je Heizkreis berechnet?
- Passen alle Kreisströme in den Einstellbereich?
- Steht der erforderliche Differenzdruck am ungünstigen Kreis zur Verfügung?
- Wie wird der Mindeststrom der Wärmepumpe bei geschlossenen Raumventilen erhalten?
- Welche Einstellwerte werden bei der Übergabe dokumentiert?
Häufige Fragen
Kurz beantwortet.
Berechnet Dynacon Eclipse die Heizlast der Räume?
Nein. Der Verteiler regelt auf voreingestellte Kreisströme. Diese Werte werden aus der Heizlast- und Heizflächenberechnung abgeleitet.
Ist der Mindestdifferenzdruck immer 17 kPa?
Nein. Laut Datenblatt gelten 17 kPa bis 150 l/h und 25 kPa für höhere Einstellungen bis 300 l/h. Die übrigen Betriebsgrenzen sind ebenfalls zu prüfen.
Sichert der Verteiler allein den Mindestvolumenstrom der Wärmepumpe?
Nein. Geschlossene Heizkreise bleiben geschlossen. Der benötigte Gerätestrom muss im Gesamtschema einschließlich Teillast und Abtauung gesichert sein.

