Die einfache Verbrauchsformel
Für eine erste Planung gilt: jährlicher Wärmebedarf geteilt durch die Jahresarbeitszahl ergibt ungefähr den Wärmepumpenstrom. Benötigt ein Haus zum Beispiel 20.000 kWh Wärme und erreicht die Anlage eine JAZ von 3,3, ergeben sich rund 6.060 kWh Strom für die Wärmeerzeugung.
Wichtig ist, dass Wärmebedarf nicht mit Brennstoffmenge verwechselt wird. Ein alter Kessel verliert Wärme über Abgas, Bereitschaft und Verteilung. Deshalb sollte der historische Öl- oder Gasverbrauch nicht eins zu eins als Nutzwärme übernommen werden.
- Verbrauch mehrerer Jahre
- Warmwasseranteil
- Wirkungsgrad der Altanlage
- realistische JAZ-Spanne
Warum der Altbau so große Spannweiten hat
Ein teilweise sanierter Altbau mit großen Heizkörpern und 45 bis 50 °C Vorlauf kann deutlich effizienter laufen als ein gleich großes Gebäude mit hohem Wärmeverlust und 60 °C Systemtemperatur. Deshalb sind pauschale Aussagen wie „Altbau braucht X kWh Strom“ wenig belastbar.
Für die Budgetplanung sollten mindestens drei JAZ-Szenarien gerechnet werden. So wird sichtbar, wie empfindlich die Stromkosten auf höhere Systemtemperaturen, kalte Winter oder eine ungünstige Regelung reagieren.
Nicht nur den Durchschnitt rechnen: Ein konservatives Szenario schützt vor einer zu optimistischen Wirtschaftlichkeitsrechnung.