Deutschland: KfW-Bedingungen seit Juli 2026
Biomasseheizungen erhalten bei der KfW grundsätzlich 30 Prozent Grundförderung. Für selbstgenutzte Wohngebäude kann bis 31.01.2027 ein Klimageschwindigkeitsbonus von 16 Prozent hinzukommen. Einkommensabhängig sind weitere 10, 30 oder 40 Prozent möglich.
Für die erste Wohneinheit werden derzeit höchstens 28.000 Euro förderfähige Kosten berücksichtigt. Ab Februar 2027 sinkt dieser Betrag halbjährlich. Der maximale Fördersatz ist begrenzt und hängt von Eigentümer, Einkommen, Gebäude und ersetzter Heizung ab.
Veraltete Artikel nennen häufig frühere Boni und Grenzwerte. Maßgeblich sind die Bedingungen am Tag des Antrags.
Österreich: Budget und Länderprogramme
Holzzentralheizung und Wärmepumpe können grundsätzlich Bestandteile von Kesseltauschprogrammen sein. Beim Bundesprogramm waren neue Registrierungen zuletzt wegen ausgeschöpftem Budget nicht mehr möglich.
Zusätzliche Landes- oder Gemeindeförderungen unterscheiden sich nach Standort. Vor Auftrag müssen Förderstelle, Fristen und Kombinationen schriftlich geprüft werden.
Schweiz: der Kanton entscheidet
In der Schweiz gibt es keinen einheitlichen Förderbetrag für alle Gebäude. Kantone legen Beiträge, technische Bedingungen und Verfahren fest. Das Gebäudeprogramm verweist deshalb auf kantonale Fachstellen und Rechner.
Ein Fördergesuch muss üblicherweise vor Baubeginn eingereicht werden. Bestellung oder Arbeitsbeginn können den Anspruch gefährden.
Feinstaub und lokale Luftqualität
Holzfeuerungen emittieren Feinstaub, Stickoxide, Kohlenmonoxid, organische Verbindungen und Kohlendioxid. Das Schweizer BAFU weist darauf hin, dass Holzfeuerungen einen erheblichen Anteil an der Feinstaubbelastung verursachen.
Moderne automatische Anlagen, gute Brennstoffqualität, korrekte Dimensionierung und regelmäßige Wartung reduzieren Emissionen. Sie beseitigen sie jedoch nicht vollständig.
Warum Holz nicht pauschal klimaneutral ist
Beim Verbrennen wird der im Holz gespeicherte Kohlenstoff sofort freigesetzt. Ob und wann dieser Ausstoß durch Waldwachstum ausgeglichen wird, hängt von Herkunft, Waldnutzung, Alternativverwendung, Transport und betrachteter Zeitspanne ab.
Eine ehrliche Bewertung vergleicht die konkrete Holzquelle und Anlage mit der tatsächlich möglichen Alternative am Gebäude.