Aktueller Pelletpreis in Österreich

proPellets Austria veröffentlichte für August 2026 bei einer Haushaltslieferung von sechs Tonnen loser Pellets einen Durchschnitt von 40,37 Cent je Kilogramm. Das entspricht 403,70 Euro je Tonne.

Zusätzlich wurde eine durchschnittliche Einblaspauschale von 53,80 Euro je Lieferung ausgewiesen. Beim Angebotsvergleich sollte geprüft werden, ob diese Pauschale bereits im genannten Tonnenpreis enthalten ist.

  • Lose Pellets, 6 Tonnen: 403,70 Euro je Tonne
  • Preis je Kilogramm: 40,37 Cent
  • Durchschnittliche Einblaspauschale: 53,80 Euro je Lieferung
  • Brennstoffkosten laut Marktinformation: ungefähr 8,4 Cent je kWh Brennstoffenergie

Wie belastbar ist der österreichische Durchschnittspreis?

Die monatliche Erhebung von proPellets Austria umfasst mehr als 50 Händler und nach Angaben des Verbandes über 70 Prozent des gehandelten Volumens. Um extreme Einzelangebote zu begrenzen, werden die jeweils zwei niedrigsten und zwei höchsten Werte nicht berücksichtigt.

Die Erhebung findet am Monatsanfang statt und wird üblicherweise um den 15. des Monats veröffentlicht. Der Wert ist deshalb eine gute Marktübersicht, aber kein verbindliches Angebot für jede Postleitzahl.

Für eine Kaufentscheidung sollten mindestens drei Angebote aus der eigenen Region mit identischer Menge und identischen Lieferbedingungen eingeholt werden.

Jährliche Heizkosten mit Pellets

Bei 4,8 kWh Energie je Kilogramm und 90 Prozent Jahreswirkungsgrad liefert eine Tonne Pellets rund 4.320 kWh nutzbare Wärme.

Ein Haus mit 20.000 kWh Nutzwärmebedarf benötigt damit etwa 4,63 Tonnen. Beim Augustpreis von 403,70 Euro je Tonne entstehen rund 1.869 Euro Brennstoffkosten. Mit einer Einblaspauschale von 53,80 Euro liegt die Beispielrechnung bei rund 1.923 Euro.

  • 15.000 kWh Nutzwärme: rund 3,47 Tonnen und 1.401 Euro
  • 20.000 kWh Nutzwärme: rund 4,63 Tonnen und 1.869 Euro
  • 30.000 kWh Nutzwärme: rund 6,94 Tonnen und 2.802 Euro
Wartung, Rauchfangkehrer, Hilfsstrom, Reparaturen und Finanzierung sind in diesen Beispielwerten nicht enthalten.

Saison und Bestellzeitpunkt

Nach den langfristigen Beobachtungen von proPellets Austria lagen Pelletpreise im April und Mai häufig 5 bis 10 Prozent unter dem Preisniveau im Herbst und Winter. Das ist eine historische Tendenz und keine Garantie für jedes Jahr.

Wer ausreichend Lagerkapazität besitzt, kann im Frühjahr Angebote beobachten und früher bestellen. Entscheidend bleibt der Endpreis einschließlich Einblasen, Anfahrt und möglicher Zuschläge.

  • Lagerstand bereits am Ende der Heizperiode prüfen
  • Frühjahrsangebote mit aktuellen Marktpreisen vergleichen
  • Nicht ausschließlich auf einen einzelnen Monat spekulieren
  • Lieferzeit und Preisbindung schriftlich festhalten

Energieholzindex richtig verstehen

Der österreichische Energieholzindex bildet die Entwicklung verschiedener Energieholzsortimente ab. Im zweiten Quartal 2026 lag er bei 2,351 gegenüber 2,282 im ersten Quartal. Das entspricht einem Anstieg von ungefähr 3 Prozent.

In den Index fließen unter anderem Hart- und Weichbrennholz, Faserholz, Schleifholz, Sägehackgut und Sägespäne ein. Er ist ein Marktindikator und kein direkter Endkundenpreis für eine konkrete Lieferung.

Die zugrunde liegenden Preise werden ohne Mehrwertsteuer und je nach Sortiment ab Forststraße oder Sägewerk betrachtet.

Scheitholz und Hackschnitzel vergleichen

Scheitholzangebote müssen nach Einheit, Holzart, Feuchte und Aufbereitung verglichen werden. Ein Raummeter trockenes, ofenfertiges Hartholz ist nicht dasselbe Produkt wie ein Schüttraummeter feuchtes Weichholz.

Bei Hackschnitzeln sind Wassergehalt, Qualitätsklasse, Schüttdichte und Lieferentfernung besonders wichtig. Zusätzlich entstehen Kosten für Lager, Austragung und Fördertechnik.

  • Preis auf nutzbare Kilowattstunden umrechnen
  • Lieferung und Einlagerung berücksichtigen
  • Wassergehalt schriftlich festhalten
  • Arbeitsaufwand und Lagerbedarf bewerten
  • Anlagenwirkungsgrad realistisch ansetzen

Welche Nebenkosten gehören in die Rechnung?

Eine Pelletheizung verursacht neben dem Brennstoff weitere laufende Kosten. Dazu zählen Strom für Austragung und Regelung, Wartung, Rauchfangkehrer sowie mögliche Reparaturen.

Bei einer neuen Anlage müssen auch Lagerumbau, Einbringung, Kaminanpassung und Finanzierung berücksichtigt werden. Ein reiner Vergleich der Brennstoffpreise reicht deshalb nicht aus.

  • Einblas- und Lieferpauschale
  • Wartung und Reinigung
  • Rauchfangkehrer
  • Hilfsstrom
  • Reparaturen und Ersatzteile

Fazit für Österreich

403,70 Euro je Tonne sind für August 2026 eine gute Orientierung für eine Lieferung von sechs Tonnen loser Pellets. Der tatsächliche Rechnungsbetrag hängt zusätzlich von Lieferregion und Einblasbedingungen ab.

Für eine seriöse Entscheidung sollten Jahresverbrauch, vollständiger Lieferpreis und sämtliche Betriebskosten gemeinsam betrachtet werden.